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Digitalisierung ROQ Analyse

Deutschland digitalisiert… aber die produktivsten Unternehmen ziehen davon

Bestätigte Informationen

Was ist passiert?

Eine gemeinsame Studie von KfW Research und ZEW Mannheim zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen dem digitalen Kapital eines Unternehmens und seiner Produktivität.

Unter digitalem Kapital verstehen die Forscher Investitionen etwa in:

IT-Infrastruktur, digitale Produkte, digitale Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Software und digitalisierte Arbeitsabläufe.

Das Ergebnis ist deutlich:

Ein um zehn Prozent höherer digitaler Kapitalstock geht im Durchschnitt mit einer um 0,159 Prozent höheren Produktivität einher. Noch interessanter ist jedoch ein zweiter Effekt: Unternehmen, die bereits stark digitalisiert sind, profitieren deutlich stärker von zusätzlichen Investitionen. In der Gruppe der Unternehmen mit dem höchsten Ausgangsniveau digitaler Ausstattung ging ein Plus von zehn Prozent beim digitalen Kapital mit durchschnittlich 0,808 Prozent höherer Produktivität einher.

Das bedeutet:

Digitalisierung wirkt nicht überall gleich.

Wer bereits Daten, Systeme, Kompetenzen und digitale Prozesse aufgebaut hat, kann neue Technologien schneller integrieren.

Wer dagegen erst grundlegende Strukturen schaffen muss, profitiert häufig langsamer.

Gleichzeitig verliert die Digitalisierung im deutschen Mittelstand an Schwung.

Nach dem KfW-Digitalisierungsbericht Mittelstand 2025 führten zuletzt nur noch rund 30 Prozent der Unternehmen Digitalisierungsprojekte durch. Damit fiel der Anteil wieder auf das Niveau vor der Corona-Pandemie zurück. Auch die Digitalausgaben entwickelten sich rückläufig.

Besonders problematisch ist die ungleiche Verteilung digitalen Kapitals.

Die 25 Prozent der mittelständischen Unternehmen mit dem höchsten Bestand an digitalem Kapital verfügen laut KfW im Durchschnitt über rund 156.600 Euro.

Bei den 50 Prozent der Unternehmen mit dem geringsten digitalen Kapitalstock liegt der Durchschnitt dagegen bei unter 50 Euro.

Diese enorme Differenz zeigt:

Deutschland besitzt nicht nur ein Digitalisierungsproblem.

Deutschland besitzt zunehmend zwei unterschiedliche Unternehmenswelten.

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ROQ Einordnung – Warum ist diese Nachricht wichtig?

Digitalisierung wird häufig so dargestellt, als würde Technologie automatisch für alle Unternehmen günstiger und zugänglicher werden.

Teilweise stimmt das.

Cloud-Software kostet heute deutlich weniger als ein eigenes Rechenzentrum.

KI-Systeme können auch kleine Betriebe nutzen.

Software kann gemietet statt selbst entwickelt werden.

Aber die entscheidende Voraussetzung wird häufig übersehen:

Ein Unternehmen muss überhaupt in der Lage sein, diese Technologien sinnvoll einzusetzen.

Eine KI benötigt Daten. Daten benötigen strukturierte Systeme. Systeme benötigen Schnittstellen. Mitarbeiter benötigen Kompetenzen und Prozesse müssen überhaupt digital abgebildet sein.

Ein Unternehmen, das bereits:

ERP-Systeme, CRM, Cloud-Infrastruktur, digitale Produktionsdaten und automatisierte Workflows

besitzt, kann eine neue KI-Anwendung vergleichsweise schnell integrieren.

Ein Unternehmen, das noch mit Papierakten, isolierten Excel-Dateien und mehreren nicht verbundenen Programmen arbeitet, muss zunächst Grundlagen schaffen.

Dadurch entsteht ein Verstärkungseffekt:

Digitalisierung erzeugt neue Digitalisierungsmöglichkeiten.

Wer früh investiert, kann später schneller investieren.

Wer früh Daten strukturiert, kann später schneller KI einsetzen.

Wer früh Mitarbeiter qualifiziert, besitzt später mehr interne Kompetenz für neue Technologien.

Und genau deshalb können die produktivsten Unternehmen weiter davonziehen.

Auswirkungen auf Unternehmen, Arbeitnehmer und Kommunen

Auswirkungen auf Unternehmen

Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass Digitalisierung nicht mehr als einmaliges Projekt behandelt werden kann.

Ein neues Warenwirtschaftssystem einzuführen und anschließend zehn Jahre nichts mehr zu verändern, reicht nicht.

Digitalisierung funktioniert zunehmend wie industrielle Modernisierung.

Maschinen werden gewartet. Produktionsanlagen werden erneuert. Software und Datenstrukturen müssen ebenfalls kontinuierlich weiterentwickelt werden.

KfW weist ausdrücklich darauf hin, dass kleine Mittelständler häufig nur unregelmäßig und mit kleinen Summen digital investieren. Gleichzeitig verliert digitales Kapital relativ schnell an Wert, weil Software, Systeme und Technologien veralten.

Das bedeutet:

Wer Digitalisierung immer wieder unterbricht, startet beim nächsten Technologiesprung teilweise erneut von hinten.

Besonders sichtbar wird das bei künstlicher Intelligenz.

2025 nutzten 26 Prozent der deutschen Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten KI-Technologien.

Bei kleinen Unternehmen lag der Anteil bei 23 Prozent.

Bei mittleren Unternehmen bei 36 Prozent.

Bei Großunternehmen bereits bei 57 Prozent.

Die größeren Unternehmen sammeln dadurch heute bereits Erfahrungen:

Welche Prozesse funktionieren?

Welche Daten werden benötigt?

Welche Modelle liefern brauchbare Ergebnisse?

Welche rechtlichen Fragen entstehen?

Diese Erfahrung besitzt einen eigenen wirtschaftlichen Wert.

Wenn KI in einigen Jahren noch tiefer in Produktion, Verwaltung und Kundenservice integriert wird, beginnen diese Unternehmen nicht bei null.

Sie besitzen bereits Lernkurven.

Auswirkungen auf Arbeitnehmer

Die digitale Kluft zwischen Unternehmen kann langfristig auch zu einer Kompetenzlücke zwischen Beschäftigten führen.

Ein Mitarbeiter in einem stark digitalisierten Unternehmen arbeitet möglicherweise täglich mit:

KI-Assistenten, digitalen Wissenssystemen, automatisierten Workflows, Cloud-Plattformen, Datenanalyse und moderner Unternehmenssoftware.

Ein Arbeitnehmer mit derselben Berufsbezeichnung in einem weniger digitalisierten Betrieb arbeitet möglicherweise weiterhin überwiegend mit manuellen Prozessen.

Nach fünf Jahren besitzen beide formal vielleicht denselben Beruf, aber ihre praktische Erfahrung kann jedoch vollkommen unterschiedlich sein.

Das beeinflusst:

Produktivität, Karrierechancen, Wechselmöglichkeiten und langfristig möglicherweise auch Einkommen.

Technologie wird damit zunehmend Teil beruflicher Qualifikation.

Nicht nur die Frage:

Was hast du gelernt?

wird wichtig.

Sondern auch:

Mit welchen Systemen hast du gearbeitet?

Auswirkungen auf Kommunen und Regionen

Wenn sich Digitalisierung stark zwischen Unternehmen unterscheidet, kann sich dieser Effekt auch regional verstärken.

Regionen mit:

Hochschulen, Technologieunternehmen, digitaler Infrastruktur, Innovationsnetzwerken und größeren Unternehmen können neue Technologien schneller verbreiten.

Unternehmen lernen voneinander.

Mitarbeiter wechseln zwischen Betrieben.

Start-ups entstehen.

Dienstleister spezialisieren sich.

Dadurch kann ein regionales Innovationsökosystem entstehen.

Umgekehrt können Regionen mit schwacher digitaler Infrastruktur oder wenig Technologiekompetenz weiter zurückfallen.

Kommunen können diesen Unterschied teilweise beeinflussen.

Durch:

Glasfaser, digitale Verwaltung, Kooperationen mit Hochschulen, regionale Innovationszentren, Weiterbildungsangebote und Netzwerke zwischen Mittelstand und Technologieanbietern.

Digitalisierung wird dadurch auch zu regionaler Wirtschaftspolitik.

Neutrale Einordnung

Chancen & Risiken

Potenziale und mögliche Zielkonflikte werden bewusst nebeneinandergestellt.

Chancen

Nachzügler können schneller aufholen als früher

Die Lage ist nicht aussichtslos.

Viele digitale Technologien müssen heute nicht mehr selbst entwickelt werden.

Cloud-Software kann gemietet werden.

KI-Dienste können über bestehende Plattformen genutzt werden.

Standardisierte ERP- und CRM-Systeme existieren für nahezu jede Unternehmensgröße.

Das bedeutet:

Ein Unternehmen kann heute schneller digitalisieren als noch vor zehn Jahren.

Die entscheidende Voraussetzung ist allerdings eine klare Strategie.

Kleine Unternehmen müssen nicht alles digitalisieren

Digitalisierung bedeutet nicht:

möglichst viele Programme kaufen.

Ein Betrieb sollte dort beginnen, wo messbarer Nutzen entsteht.

Beispielsweise:

Angebotserstellung, Rechnungen, Lagerverwaltung, Terminplanung, Kundenkommunikation, Maschinenwartung, oder Dokumentensuche.

Ein erfolgreicher kleiner Prozess kann anschließend erweitert werden.

Cloud senkt Einstiegshürden

2025 nutzten bereits 54 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten kostenpflichtige Cloud-Dienste.

Bei kleinen Unternehmen lag der Anteil bei 51 Prozent.

Bei mittleren bei 65 Prozent.

Bei Großunternehmen bei 86 Prozent.

Das zeigt:

Die technische Grundlage für moderne digitale Systeme wird immer breiter.

Unternehmen benötigen nicht zwingend eigene Server und große interne IT-Abteilungen.

Sie können Infrastruktur als Dienstleistung beziehen.

Digitalisierung kann Produktivität dauerhaft erhöhen

Der entscheidende Vorteil liegt nicht im Besitz moderner Software.

Er liegt in produktiveren Abläufen.

Wenn:

Informationen schneller verfügbar sind, Maschinen weniger ausfallen, Daten nicht mehrfach eingegeben werden, Kunden schneller Antworten erhalten, oder Material besser geplant wird, entsteht wirtschaftlicher Nutzen.

Die KfW-ZEW-Studie zeigt, dass digital stärker aufgestellte Unternehmen näher an die Produktivitätsspitze ihrer jeweiligen Branche heranrücken können.

KI könnte für den Mittelstand zum Beschleuniger werden

Gerade kleinere Unternehmen besitzen häufig begrenzte Personalressourcen.

KI kann dort besonders interessant sein.

Nicht zwingend als hochkomplexe eigene Entwicklung, sondern beispielsweise als Assistenz für:

Dokumentation, Recherche, Kundenservice, Wissensmanagement, Angebotserstellung, Datenanalyse, oder Qualitätskontrolle.

Damit könnten kleine Unternehmen Teile ihrer strukturellen Nachteile gegenüber Großunternehmen reduzieren.

Risiken

Der Vorsprung kann sich selbst verstärken

Der wichtigste Risikofaktor steckt direkt im Ergebnis der KfW-ZEW-Studie:

Bereits digital starke Unternehmen profitieren stärker von zusätzlichen Investitionen.

Das kann eine positive Entwicklung sein, aber volkswirtschaftlich bedeutet es gleichzeitig:

Die Lücke kann wachsen. Ein Unternehmen besitzt bessere Systeme.

Dadurch erzielt es höhere Produktivität.

Dadurch besitzt es mehr finanziellen Spielraum.

Damit kann es erneut investieren.

Die nächste Technologie erhöht die Produktivität wieder.

Ein Kreislauf entsteht.

Auf der anderen Seite kann ein wenig digitalisiertes Unternehmen gleichzeitig unter:

hohen Kosten, Personalmangel, alten Systemen und fehlender Kompetenz leiden.

Dadurch fehlen Mittel für Investitionen.

Die Digitalisierung wird erneut verschoben.

Auch hier entsteht ein Kreislauf... nur in die andere Richtung.

KI kann die Kluft noch schneller vergrößern

KI benötigt häufig eine digitale Grundlage.

Ein Unternehmen mit strukturierten Daten kann Modelle schneller einsetzen.

Ein Betrieb ohne zentrale Datenbasis muss zunächst:

Daten sammeln, bereinigen, strukturieren und Systeme verbinden.

Damit könnte KI bestehende Digitalisierungsunterschiede weiter verstärken.

Cloud-Nutzung bedeutet noch keine digitale Transformation

Die Cloud-Zahlen sehen zunächst positiv aus.

54 Prozent der Unternehmen nutzen Cloud-Dienste.

Doch die häufigsten Anwendungen sind weiterhin:

E-Mail, Datenspeicherung und Office-Anwendungen.

Komplexere Cloud-Anwendungen werden deutlich seltener genutzt.

Nur jeweils rund 23 Prozent der Cloud-Nutzer verwenden beispielsweise ERP- oder CRM-Software aus der Cloud.

Das zeigt:

Ein Unternehmen kann technisch digital sein und trotzdem seine Kernprozesse kaum verändert haben.

Digitalisierung ohne Prozessänderung bringt wenig

Ein Papierformular als PDF ist digital.

Der Prozess dahinter kann trotzdem genauso langsam bleiben.

Ein Online-Antrag mit sieben unnötigen Freigabestufen bleibt ineffizient.

Ein modernes CRM hilft wenig, wenn Mitarbeiter weiterhin Kundendaten parallel in Excel pflegen, deshalb muss Digitalisierung immer auch Prozessveränderung bedeuten.

Kleine Unternehmen können überfordert werden

Großunternehmen besitzen:

IT-Abteilungen, Datenschutzbeauftragte, Juristen, Projektmanager und Budgets.

Ein Betrieb mit zehn Mitarbeitern besitzt diese Ressourcen nicht.

Genau deshalb muss Digitalisierung für kleine Unternehmen einfacher werden, denn sonst entstehen Systeme, die theoretisch verfügbar sind, praktisch aber kaum eingesetzt werden können.

Perspektivenwechsel

Beim Thema Digitalisierung wird häufig gefragt:

Warum sind manche Unternehmen noch nicht digital?

Vielleicht sollten wir zusätzlich fragen:

Was passiert mit ihnen, wenn sie noch weitere fünf Jahre warten?

Denn Technologie entwickelt sich nicht linear.

Cloud schafft die Grundlage für Daten.

Daten schaffen die Grundlage für KI.

KI schafft die Grundlage für Automatisierung.

Automatisierung schafft neue Produktivität.

Jede Stufe baut auf der vorherigen auf.

Deshalb bedeutet eine verschobene Digitalisierung heute möglicherweise nicht nur ein Jahr Verzögerung.

Sie kann bedeuten, dass ein Unternehmen beim nächsten Technologiesprung mehrere Entwicklungsschritte gleichzeitig nachholen muss.

Der Perspektivenwechsel lautet deshalb:

Die größte Gefahr der Digitalisierung besteht nicht darin, eine Technologie zu spät einzuführen. Sie besteht darin, den technologischen Unterbau zu verpassen, auf dem die nächste Innovation aufbaut.

Genau deshalb ist kontinuierliche Digitalisierung so wichtig.

Nicht jeder Betrieb muss technologischer Vorreiter sein.

Aber er sollte anschlussfähig bleiben.

Was wir wissen

KfW Research und ZEW Mannheim finden einen klaren positiven Zusammenhang zwischen digitalem Kapital und Produktivität.

Ein zehn Prozent höherer digitaler Kapitalstock geht durchschnittlich mit 0,159 Prozent höherer Produktivität einher. Bei Unternehmen mit bereits hohem Digitalisierungsniveau liegt der Zusammenhang deutlich höher.

Digitales Kapital ist im deutschen Mittelstand extrem ungleich verteilt.

Die digital stärksten 25 Prozent besitzen im Durchschnitt rund 156.600 Euro digitalen Kapitalstock, während die Hälfte mit dem geringsten Bestand durchschnittlich unter 50 Euro liegt.

Gleichzeitig verlieren die Digitalisierungsaktivitäten an Schwung.

Nur noch rund 30 Prozent der Mittelständler haben zuletzt Digitalisierungsprojekte durchgeführt.

2025 nutzten 26 Prozent der deutschen Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten KI. Bei Großunternehmen waren es 57 Prozent, bei kleinen Unternehmen 23 Prozent.

Cloud Computing ist breiter verbreitet: 54 Prozent der Unternehmen nutzten 2025 kostenpflichtige Cloud-Dienste. Auch hier liegt der Anteil bei Großunternehmen mit 86 Prozent deutlich über dem kleiner Unternehmen mit 51 Prozent.

Was noch unklar ist

Der statistische Zusammenhang zwischen digitalem Kapital und Produktivität bedeutet nicht automatisch, dass jeder zusätzliche Euro für Software exakt den gemessenen Produktivitätseffekt verursacht.

Produktive Unternehmen können zugleich mehr Geld für Digitalisierung besitzen.

Managementqualität, Qualifikation, Unternehmensgröße und Branche spielen ebenfalls eine Rolle.

Die KfW-ZEW-Analyse zeigt einen klaren Zusammenhang, aber Unternehmen sollten daraus keine mathematische Garantie für einzelne Investitionsprojekte ableiten.

Unklar ist außerdem, wie stark KI diesen Effekt künftig verstärkt.

Die Technologie verbreitet sich schnell.

Viele Anwendungen befinden sich aber noch in frühen Phasen.

Erst in den kommenden Jahren wird sichtbar werden, welche KI-Anwendungen dauerhaft messbare Produktivitätsgewinne erzeugen.

Was als Nächstes wichtig wird

Deutschland sollte Digitalisierung stärker als kontinuierliche Investition betrachten.

Nicht als Projekt mit Anfang und Ende.

Unternehmen sollten zunächst ihren digitalen Reifegrad kennen.

Welche Prozesse laufen bereits vollständig digital?

Welche Daten sind strukturiert?

Welche Systeme kommunizieren miteinander?

Wo entstehen Medienbrüche?

Welche Informationen werden mehrfach erfasst?

Welche Technologie wird tatsächlich genutzt... und welche nur bezahlt?

Darauf sollte eine klare Reihenfolge folgen.

Erstens:

digitale Grundlagen schaffen.

Zweitens:

Systeme verbinden.

Drittens:

Daten nutzbar machen.

Viertens:

Prozesse automatisieren.

Und erst dann:

KI dort einsetzen, wo sie messbaren Mehrwert erzeugt.

Für kleine Unternehmen benötigt Deutschland gleichzeitig einfachere Beratung, verständliche Förderinstrumente und konkrete praxisnahe Lösungen.

Denn eine Volkswirtschaft kann es sich langfristig kaum leisten, dass ein kleiner Teil ihrer Unternehmen technologisch immer leistungsfähiger wird, während eine große Gruppe bei grundlegenden digitalen Strukturen stehen bleibt.

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Einordnung von ROQ News

Deutschland digitalisiert.

Aber Deutschland digitalisiert nicht gleichmäßig.

Genau darin liegt das Problem.

Ein Teil der Wirtschaft besitzt bereits:

Cloud-Systeme, strukturierte Daten, digitale Prozesse, KI-Erfahrung und interne Technologiekompetenz.

Andere Unternehmen stehen noch am Anfang.

Neue Forschung zeigt nun, dass diese Unterschiede wirtschaftlich immer wichtiger werden.

Denn Digitalisierung ist kein Zustand.

Sie ist ein Verstärker.

Wer bereits gut digitalisiert ist, kann neue Technologien schneller übernehmen.

Wer neue Technologien schneller übernimmt, kann produktiver werden.

Wer produktiver wird, besitzt mehr Spielraum für weitere Investitionen.

Damit kann aus einem kleinen technologischen Vorsprung ein großer wirtschaftlicher Vorsprung werden.

Die Herausforderung für Deutschland besteht deshalb nicht darin, jeden Betrieb zum Hightech-Unternehmen zu machen.

Sie besteht darin, zu verhindern, dass große Teile des Mittelstands technologisch den Anschluss verlieren.

Die digitale Kluft von heute kann zur Produktivitätslücke von morgen werden. Und wenn KI auf bestehende digitale Strukturen aufsetzt, könnte sich diese Lücke schneller vergrößern als bisher.

Autor

Michael Langner

Gründer & CEO von Cast Royal
Verantwortliche Redaktion

Michael Langner

Gründer & CEO von Cast Royal

Quellen

  1. Sonstige · veröffentlicht 23.04.2026 · abgerufen 18.08.2026
  2. Fachmedium · veröffentlicht 23.04.2026 · abgerufen 18.08.2026
  3. Sonstige · abgerufen 18.08.2026
  4. Nutzung von IKT in Unternehmen – Statistisches Bundesamt
    Sonstige · abgerufen 18.08.2026
  5. Sonstige · veröffentlicht 24.11.2025 · abgerufen 18.08.2026
  6. Sonstige · abgerufen 18.08.2026
  7. Fachmedium · veröffentlicht 18.08.2026 · abgerufen 18.08.2026
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Redaktionell geprüft Stand: 19.08.2026
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