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Digitalisierung ROQ Analyse

Deutschlands nächste Produktivitätsfrage heißt Cybersicherheit: Warum Digitalisierung ohne Resilienz zum Risiko wird

Bestätigte Informationen

Was ist passiert?

Digitalisierung hat die Unternehmen in den vergangenen Jahren immer stärker miteinander und mit externen Systemen verbunden.

E-Mail. Cloud-Speicher. ERP. CRM. Produktionssteuerung. Onlinebanking. Lieferketten. Kundenportale. Telefonie. KI-Dienste. Digitale Dokumentation.

Viele dieser Systeme sind heute keine Ergänzung zum Geschäft mehr.

Sie sind Teil des Geschäftsbetriebs.

Wie abhängig Unternehmen inzwischen davon geworden sind, zeigen aktuelle Zahlen.

Nach einer Bitkom-Befragung vom Juli 2026 müssten 46 Prozent der deutschen Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb früher oder später einstellen, wenn ihre Cloud-Anwendungen dauerhaft nicht mehr erreichbar wären.

Neun Prozent könnten sogar unmittelbar nicht mehr weiterarbeiten.

Weitere Unternehmen würden nur Stunden oder wenige Tage durchhalten. Lediglich 24 Prozent erklärten, ein Cloud-Ausfall würde sie nicht dazu zwingen, den Betrieb vollständig einzustellen.

Noch fundamentaler ist die Abhängigkeit vom Internet.

Bei einem kompletten Internetausfall könnten deutsche Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb nach einer weiteren Bitkom-Erhebung im Durchschnitt nur rund 20 Stunden aufrechterhalten.

21 Prozent müssten sogar sofort aufhören zu arbeiten.

Nur acht Prozent glaubten, länger als 48 Stunden weiterarbeiten zu können.

Parallel dazu steigt die Sicherheitsbedrohung.

In der Bitkom-Wirtschaftsschutzstudie 2025 berichteten 87 Prozent der Unternehmen, in den vorhergehenden zwölf Monaten von Datendiebstahl, digitaler oder analoger Industriespionage beziehungsweise Sabotage betroffen gewesen zu sein.

Weitere zehn Prozent vermuteten entsprechende Vorfälle.

Der wirtschaftliche Gesamtschaden wurde auf 289,2 Milliarden Euro geschätzt. Darin enthalten sind unter anderem Produktionsausfälle, Erpressung, Ersatzmaßnahmen, Rechtskosten, Umsatzausfälle und Schäden durch den Verlust von Wettbewerbsvorteilen.

Cybersicherheit ist damit nicht mehr nur die Frage:

Kann jemand unsere Daten stehlen?

Sie wird zunehmend zur Frage:

Kann unser Unternehmen morgen überhaupt noch arbeiten?

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ROQ Einordnung – Warum ist diese Nachricht wichtig?

Die wirtschaftliche Logik der Digitalisierung ist eindeutig.

Ein digitalisierter Prozess kann:

schneller sein, weniger Personal binden, automatisiert werden, von mehreren Standorten erreichbar sein und Daten für KI verfügbar machen.

Doch jede Effizienzsteigerung erzeugt gleichzeitig neue Abhängigkeiten.

Früher konnte ein Unternehmen möglicherweise weiterarbeiten, wenn ein einzelner Computer ausfiel.

Heute kann ein Ausfall des zentralen ERP-Systems gleichzeitig:

Bestellungen blockieren, Lagerbestände unsichtbar machen, Produktion stoppen, Rechnungen verhindern und Lieferungen verzögern.

Das bedeutet:

Effizienz und Resilienz müssen gemeinsam wachsen.

Ein Unternehmen, das sämtliche Prozesse digitalisiert, aber keinen funktionierenden Notfallplan besitzt, ist technologisch vielleicht modern.

Resilient ist es deshalb noch lange nicht.

Genau hier entsteht ein neues Verständnis wirtschaftlicher Produktivität.

Die produktivste Anlage bringt nichts, wenn sie wegen eines verschlüsselten Servers stillsteht.

Die beste Cloud-Lösung bringt nichts, wenn niemand weiß, wie das Unternehmen beim Ausfall weiterarbeitet.

Die modernste KI bringt nichts, wenn Mitarbeiter nicht mehr auf notwendige Daten zugreifen können.

Digitalisierung ohne Resilienz kann Effizienz erzeugen – und gleichzeitig einen neuen Single Point of Failure schaffen.

Auswirkungen auf Unternehmen, Arbeitnehmer und Kommunen

Auswirkungen auf Unternehmen

Für Unternehmen wird Cybersicherheit zunehmend zur Betriebswirtschaft.

Ein Ransomware-Angriff verursacht nicht nur IT-Kosten.

Er kann bedeuten:

Produktion steht, Kunden können nicht bestellen, Rechnungen können nicht geschrieben werden, Mitarbeiter können nicht auf Daten zugreifen, Lieferketten geraten durcheinander, oder Dienstleistungen können nicht erbracht werden.

Bitkom bezifferte allein den Schaden durch Cyberangriffe in der deutschen Wirtschaft zuletzt auf rund 202 Milliarden Euro jährlich.

Der weiter gefasste Wirtschaftsschutz, der neben Cyberangriffen auch analoge Spionage und Sabotage berücksichtigt, kam 2025 auf 289,2 Milliarden Euro.

Damit wird IT-Sicherheit vom Kostenfaktor zum Teil der Wertschöpfungssicherung.

Eine Firewall erzeugt keinen zusätzlichen Umsatz.

Ein Backup verkauft kein Produkt.

Ein Notfallplan steigert nicht unmittelbar die Produktionsmenge.

Aber all diese Maßnahmen schützen die Fähigkeit, überhaupt Umsatz erzeugen zu können.

Auswirkungen auf Arbeitnehmer

Cybersicherheit betrifft auch Beschäftigte unmittelbar.

Viele erfolgreiche Angriffe beginnen nicht mit einem hochkomplexen technischen Hack.

Sondern mit:

Phishing. gefälschten Login-Seiten. manipulierten Anhängen. Telefonanrufen. Social Engineering, oder gestohlenen Zugangsdaten.

Der Mensch ist deshalb ein wichtiger Teil der Sicherheitsarchitektur.

Trotzdem gibt es Nachholbedarf.

Nach Angaben von Bitkom schulen zwar 79 Prozent der Unternehmen Beschäftigte regelmäßig zu IT-Sicherheitsfragen. Doch nur 24 Prozent bieten solche Schulungen für sämtliche Beschäftigte an.

55 Prozent beschränken sie auf ausgewählte Positionen.

Und 20 Prozent verzichten vollständig auf entsprechende Schulungen.

Das ist problematisch., denn ein Unternehmen kann Millionen in technische Sicherheit investieren.

Ein einziger kompromittierter Zugang kann trotzdem zum Einfallstor werden.

Cybersicherheit wird deshalb zunehmend zur Grundkompetenz der digitalen Arbeitswelt.

Auswirkungen auf den Mittelstand

Kleinere Unternehmen stehen vor einem besonderen Problem.

Sie benötigen dieselben grundlegenden Schutzmechanismen wie größere Unternehmen.

Aber sie besitzen häufig keine:

eigene Security-Abteilung, 24-Stunden-Überwachung, Incident-Response-Teams, oder spezialisierte Cyberjuristen.

Das macht einfache und praxistaugliche Sicherheitskonzepte besonders wichtig.

Ein mittelständischer Betrieb muss nicht dieselbe Sicherheitsorganisation wie ein internationaler Konzern aufbauen.

Aber er sollte zumindest wissen:

Welche Systeme sind kritisch?

Welche Daten müssen gesichert werden?

Wer besitzt Administratorrechte?

Wie funktionieren Backups?

Wie wird bei einem Angriff reagiert?

Und wie kann der Betrieb notfalls eingeschränkt weiterlaufen?

Auswirkungen auf Kommunen und öffentliche Infrastruktur

Die gleiche Logik gilt für öffentliche Einrichtungen.

Kommunen digitalisieren:

Bürgerdienste, Verwaltungsprozesse, Zahlungssysteme, Kommunikation und teilweise kritische Infrastruktur.

Ein Angriff auf eine Verwaltung betrifft damit nicht nur Server.

Er kann Bürger, Unternehmen und lokale Dienstleistungen treffen.

Cybersicherheit wird dadurch zunehmend auch zu Standortpolitik.

Ein Wirtschaftsstandort braucht nicht nur:

Straßen, Energie und Glasfaser.

Er braucht auch eine digitale Infrastruktur, der Unternehmen vertrauen können.

Neutrale Einordnung

Chancen & Risiken

Potenziale und mögliche Zielkonflikte werden bewusst nebeneinandergestellt.

Chancen

Sicherheit kann zum Wettbewerbsvorteil werden

Cybersicherheit wird häufig ausschließlich als notwendige Ausgabe betrachtet.

Sie kann aber auch Vertrauen schaffen.

Ein Unternehmen, das nachweisbar:

Daten schützt, Notfallpläne besitzt, Backups testet, Mitarbeiter schult und Sicherheitsstandards umsetzt, kann für Kunden und Geschäftspartner attraktiver sein.

Besonders in Lieferketten kann Sicherheit zum Auswahlkriterium werden.

Ein großer Industriekonzern möchte nicht, dass ein unsicherer kleiner Zulieferer zum Einfallstor in seine Systeme wird.

Damit entsteht ein neuer Marktmechanismus:

Cybersicherheit wird Teil der Lieferfähigkeit.

Resilienz macht Digitalisierung erst skalierbar

Ein Unternehmen kann nur dann immer mehr Prozesse digitalisieren, wenn die technische Grundlage stabil bleibt.

Deshalb sollten Digitalisierung und Sicherheit nicht hintereinander geplant werden.

Nicht:

Erst digitalisieren. Später absichern.

Sondern:

digitalisieren und absichern gleichzeitig.

Das spart langfristig Aufwand und reduziert spätere Umbauten.

Backups und Notfallpläne sind vergleichsweise günstige Hebel

Nicht jede Sicherheitsmaßnahme benötigt Millioneninvestitionen.

Gerade grundlegende Maßnahmen können große Wirkung haben.

Zum Beispiel:

Mehrfaktor-Authentifizierung, regelmäßige Updates, getrennte Backups, Begrenzung von Administratorrechten, Mitarbeiterschulungen, Notfallkontakte, Wiederherstellungstests.

Das BSI stellt Unternehmen dafür unter anderem Empfehlungen und Maßnahmen zur Erkennung und Abwehr von Ransomware-Angriffen bereit.

KI kann auch die Verteidigung verbessern

KI wird nicht nur von Angreifern eingesetzt.

Sie kann auch Verteidigern helfen.

Systeme können:

ungewöhnliche Logins erkennen, Datenbewegungen analysieren, Schadsoftware klassifizieren, verdächtige Kommunikation markieren, oder Netzwerkverhalten überwachen.

Damit entsteht ein technologisches Wettrennen.

KI erhöht Angriffsmöglichkeiten, aber sie erhöht auch Verteidigungsmöglichkeiten.

NIS2 erhöht den Druck auf professionelle Sicherheitsstrukturen

Mit der Umsetzung der europäischen NIS2-Vorgaben werden die Anforderungen an Cybersicherheit für zahlreiche Organisationen ausgeweitet.

Deutschland hat das entsprechende Umsetzungsgesetz Ende 2025 beschlossen.

Damit wird Cybersicherheit in vielen betroffenen Unternehmen stärker zur Führungs- und Compliance-Aufgabe.

Das kann zunächst zusätzlichen Aufwand erzeugen.

Langfristig kann es aber dazu beitragen, grundlegende Sicherheitsstandards breiter zu etablieren.

Risiken

Je effizienter ein Unternehmen digital arbeitet, desto härter kann ein Ausfall treffen

Das ist das zentrale Paradox.

Ein vollständig digitaler Betrieb kann extrem effizient sein, doch wenn seine zentralen Systeme ausfallen, existiert möglicherweise keine analoge Alternative mehr.

Die Bitkom-Zahlen zur Cloud-Abhängigkeit zeigen dieses Risiko deutlich: 46 Prozent der Unternehmen könnten bei einem länger andauernden Ausfall letztlich nicht weiterarbeiten.

Digitalisierung muss deshalb immer die Frage beantworten:

Was passiert, wenn dieses System morgen nicht verfügbar ist?

Viele Unternehmen besitzen noch kein ausreichendes Notfallmanagement

Nach Angaben von Bitkom verfügten 2025 39 Prozent der Unternehmen über kein Notfallmanagement für Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage.

Das bedeutet:

Ein erheblicher Teil der Unternehmen könnte erst während eines Angriffs klären müssen:

Wer entscheidet?

Wer informiert Kunden?

Wer spricht mit Behörden?

Welche Systeme werden abgeschaltet?

Wie werden Backups wiederhergestellt?

Und wie kann der Betrieb fortgesetzt werden?

Im Ernstfall kostet jede ungeklärte Stunde Geld.

Ransomware kann Unternehmen in Erpressungssituationen bringen

Ransomware verschlüsselt Daten oder Systeme und fordert anschließend Geld.

Besonders problematisch wird das, wenn keine funktionierenden Backups vorhanden sind.

Nach der Wirtschaftsschutzstudie 2025 hatte etwa jedes dritte von Ransomware betroffene Unternehmen Lösegeld gezahlt.

Das zeigt, wie groß der operative Druck sein kann.

Wenn Produktion, Kundendaten oder komplette Systeme stillstehen, werden Entscheidungen unter enormem Zeitdruck getroffen.

Cloud schafft neue Konzentrationsrisiken

Cloud-Dienste können Sicherheit und Verfügbarkeit gerade für kleine Unternehmen erheblich verbessern.

Professionelle Anbieter investieren wesentlich mehr in Infrastruktur, als ein kleiner Betrieb alleine könnte.

Aber Cloud erzeugt gleichzeitig Konzentration.

Wenn viele Unternehmen von wenigen großen Anbietern abhängig sind, kann ein größerer technischer Ausfall zahlreiche Betriebe gleichzeitig treffen.

Cloud ist deshalb nicht grundsätzlich unsicher, aber auch dort braucht es:

Backups, Exit-Strategien, Notfallpläne und Kenntnis kritischer Abhängigkeiten.

Cyberangriffe werden geopolitischer

Die Bitkom-Wirtschaftsschutzstudie berichtet, dass Unternehmen Angriffe zunehmend Russland und China sowie ausländischen Nachrichtendiensten zuordnen.

Solche Zuordnungen beruhen teilweise auf Einschätzungen der betroffenen Unternehmen und sind nicht in jedem Fall technisch eindeutig beweisbar.

Die Entwicklung zeigt trotzdem:

Cybersecurity ist nicht mehr ausschließlich Kriminalitätsbekämpfung.

Sie berührt zunehmend:

Wirtschaftsschutz, Spionage, Sabotage und geopolitische Resilienz.

Perspektivenwechsel

Wir reden über Digitalisierung meistens wie über einen Motor.

Mehr Daten. Mehr Cloud. Mehr KI. Mehr Automatisierung. Mehr Vernetzung.

Der Motor wird immer leistungsfähiger, aber vielleicht müssen wir uns häufiger fragen:

Wie sehen die Bremsen, Sicherheitsgurte und Notfallsysteme aus?

Niemand würde ein modernes Fahrzeug bauen und sagen:

Der Motor ist hervorragend.

Bremsen bauen wir irgendwann später ein.

Bei digitaler Transformation passiert genau das aber teilweise.

Zuerst wird ein System eingeführt.

Dann werden Daten migriert.

Dann werden Prozesse abhängig davon.

Und erst danach stellt jemand die Frage:

Was passiert eigentlich, wenn das ausfällt?

Der Perspektivenwechsel lautet deshalb:

Cybersicherheit ist nicht der Gegner der Digitalisierung. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass wir Digitalisierung überhaupt immer weiter treiben können.

Je digitaler ein Unternehmen wird, desto professioneller muss seine Resilienz werden.

Was wir wissen

Die Abhängigkeit deutscher Unternehmen von digitalen Systemen ist hoch.

Bei einem länger andauernden Ausfall ihrer Cloud-Anwendungen müssten 46 Prozent der befragten Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb irgendwann einstellen. Neun Prozent könnten unmittelbar nicht weiterarbeiten.

Bei einem vollständigen Internetausfall könnten Unternehmen ihren Betrieb durchschnittlich nur rund 20 Stunden aufrechterhalten. 21 Prozent müssten sofort aufhören.

87 Prozent der Unternehmen berichteten in der Bitkom-Wirtschaftsschutzstudie 2025 von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Der geschätzte Gesamtschaden lag bei 289,2 Milliarden Euro.

Bitkom beziffert den enger abgegrenzten jährlichen Schaden allein durch Cyberangriffe auf rund 202 Milliarden Euro.

79 Prozent der Unternehmen schulen Beschäftigte zu IT-Sicherheitsfragen. Nur 24 Prozent tun dies allerdings für die gesamte Belegschaft; 20 Prozent verzichten komplett darauf.

39 Prozent verfügten nach derselben Erhebung noch über kein Notfallmanagement für Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage.

Was noch unklar ist

Schadensschätzungen zu Cyberkriminalität sind keine exakten volkswirtschaftlichen Abrechnungen.

Unternehmen müssen direkte und indirekte Schäden schätzen.

Dazu können unter anderem:

Produktionsausfälle, Wiederherstellungskosten, entgangene Umsätze, Rechtskosten, Erpressungszahlungen und verlorene Wettbewerbsvorteile gehören.

Auch ist nicht jeder Systemausfall ein Cyberangriff.

Cloud-Systeme können beispielsweise durch:

Softwarefehler, Fehlkonfigurationen, Stromprobleme, Netzausfälle, oder menschliche Fehler nicht erreichbar sein.

Deshalb geht es bei digitaler Resilienz um mehr als reine Cyberabwehr.

Es geht um die Fähigkeit, Störungen grundsätzlich zu überstehen.

Was als Nächstes wichtig wird

Unternehmen sollten Cybersicherheit künftig wie Brandschutz betrachten.

Niemand geht davon aus, dass morgen das Gebäude brennt.

Trotzdem existieren:

Feuerlöscher, Fluchtwege, Rauchmelder, Versicherungen und Notfallpläne.

Für digitale Systeme braucht es dieselbe Denkweise.

Unternehmen sollten mindestens klären:

Welche fünf Systeme sind für unseren Geschäftsbetrieb unverzichtbar?

Wie lange können wir ohne sie arbeiten?

Existieren funktionierende Backups?

Sind diese Backups vom laufenden System getrennt?

Wann wurde die Wiederherstellung zuletzt getestet?

Wer entscheidet bei einem Sicherheitsvorfall?

Wie erreichen wir Mitarbeiter und Kunden, wenn E-Mail und Telefonie ausfallen?

Welche Prozesse können notfalls manuell weiterlaufen?

Und:

Wer besitzt Zugriff auf besonders kritische Systeme?

Gerade kleinere Unternehmen benötigen dafür keine komplizierten theoretischen Sicherheitsstrategien.

Sie benötigen einen verständlichen Plan, der im Ernstfall funktioniert.

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Einordnung von ROQ News

Deutschland muss digitalisieren.

Daran führt wirtschaftlich kaum ein Weg vorbei.

Demografie und Fachkräftemangel erhöhen den Druck.

Produktivität muss steigen.

KI wird wichtiger.

Cloud ermöglicht kleinen Unternehmen Technologie, die früher nur Großkonzerne bezahlen konnten.

Doch je stärker wir Wirtschaft digitalisieren, desto größer wird gleichzeitig eine zweite Aufgabe:

Wir müssen diese digitale Wirtschaft widerstandsfähig machen.

Ein Unternehmen, dessen gesamte Wertschöpfung von einem Server, einem Internetanschluss oder einem einzelnen Administratorzugang abhängt, besitzt keinen technologischen Vorsprung.

Es besitzt ein Risiko.

Die nächste Phase der Digitalisierung sollte deshalb nicht einfach heißen:

mehr Cloud, mehr KI, mehr Vernetzung.

Sie sollte heißen:

mehr Digitalisierung + mehr Resilienz.

Denn wirtschaftliche Stärke zeigt sich nicht nur daran, wie effizient ein Unternehmen arbeitet, wenn alles funktioniert.

Sie zeigt sich zunehmend daran, wie schnell es wieder arbeitsfähig wird, wenn etwas nicht funktioniert.

Deutschlands digitaler Aufschwung braucht deshalb eine Sicherheitsarchitektur. Denn die produktivste digitale Wirtschaft der Welt wäre wertlos, wenn ein Angriff genügt, um sie stillzulegen.

Autor

Michael Langner

Gründer & CEO von Cast Royal
Verantwortliche Redaktion

Michael Langner

Gründer & CEO von Cast Royal

Quellen

  1. Fachmedium · veröffentlicht 03.07.2026 · abgerufen 08.09.2026
  2. Fachmedium · veröffentlicht 11.02.2026 · abgerufen 08.09.2026
  3. Wissenschaftliche Studie · abgerufen 08.09.2026
  4. Fachmedium · veröffentlicht 13.11.2025 · abgerufen 08.09.2026
  5. Top 10 Ransomware-Maßnahmen (Detektion) – Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik
    Fachmedium · abgerufen 08.09.2026
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Redaktionell geprüft Stand: 09.09.2026
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