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Innovation ROQ Analyse

Die wichtigste Fähigkeit der Zukunft ist Lernen… warum Autodidakten plötzlich einen Vorteil haben

Bestätigte Informationen

Was ist passiert?

Die neuesten europäischen Zahlen zeigen zunächst eine positive Entwicklung.

2025 nahmen 13,7 Prozent der 25- bis 64-Jährigen in der EU innerhalb der jeweils vorangegangenen vier Wochen an formaler oder nicht-formaler Bildung beziehungsweise Weiterbildung teil.

2015 waren es 10,1 Prozent.

Besonders hoch war die Beteiligung 2025 in Schweden mit 38,2 Prozent, Dänemark mit 31,0 Prozent und Finnland mit 28,1 Prozent.

Doch diese Statistik erfasst nur einen Teil dessen, wie Menschen tatsächlich lernen.

Eurostat kommt in einer anderen Erhebung für 2022 zu dem Ergebnis, dass 64 Prozent der Erwachsenen in der EU informell gelernt haben.

Und OECD-Daten zeigen:

Rund zwei von drei beschäftigten Erwachsenen berichten, mindestens einmal im Monat bei ihrer Arbeit etwas Neues zu lernen.

Damit entsteht ein völlig anderes Bild.

Weiterbildung findet nicht nur dort statt, wo „Weiterbildung“ auf einem Kursplan steht.

Sie findet permanent statt.

Am Arbeitsplatz, Online, im Austausch mit anderen, beim Experimentieren, beim Lesen, beim Ausprobieren neuer Werkzeuge und zunehmend beim selbstständigen Lernen.

Warum das gerade jetzt entscheidend wird

Der Grund dafür ist Geschwindigkeit.

Der Future of Jobs Report 2025 des World Economic Forum kommt auf Basis einer internationalen Arbeitgeberbefragung zu der Erwartung, dass sich bis 2030 rund 39 Prozent der heute benötigten Kernkompetenzen von Beschäftigten verändern oder teilweise überholt sein werden.

Von 100 Beschäftigten würden nach Einschätzung der befragten Arbeitgeber bis 2030 59 Weiterbildung oder Umschulung benötigen.

29 sollen innerhalb ihres bisherigen Tätigkeitsbereichs weiterqualifiziert werden.

19 sollen weitergebildet und anschließend innerhalb ihrer Organisation in andere Tätigkeitsbereiche wechseln.

Bei elf besteht aus Sicht der Befragten Weiterbildungsbedarf, ohne dass der notwendige Zugang voraussichtlich gewährleistet sein wird.

Besonders stark wächst die Nachfrage nach Kompetenzen rund um:

KI und Big Data, Netzwerke und Cybersecurity, technologisches Verständnis, analytisches Denken, kreatives Denken, Resilienz, Flexibilität und lebenslanges Lernen.

Der vielleicht interessanteste Punkt dabei:

Lebenslanges Lernen wird selbst zu einer Kompetenz.

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ROQ Einordnung – Warum ist diese Nachricht wichtig?

Vielleicht liegt genau hier eines unserer größten Denkprobleme.

Wir behandeln Bildung häufig wie einen Abschnitt des Lebens.

Kindheit und Jugend:

lernen.

Danach:

arbeiten.

Doch in einer technologischen Wirtschaft funktionieren diese beiden Phasen nicht mehr getrennt.

Arbeiten bedeutet zunehmend gleichzeitig:

weiterlernen.

Die OECD formuliert diesen Wandel inzwischen sehr deutlich.

Im Education Policy Outlook 2025 beschreibt sie lebenslanges Lernen als Fähigkeit von Menschen, selbstständig neue Kenntnisse und Kompetenzen zu identifizieren, zu erwerben und anzuwenden.

Entscheidend sei dabei nicht nur, dass Lernangebote existieren.

Menschen müssen auch in der Lage sein, ihr eigenes Lernen zu steuern und langfristig aufrechtzuerhalten.

Und genau dort wird autodidaktisches Lernen wirtschaftlich interessant.

Der Autodidakt bekommt eine neue Rolle

Autodidakt bedeutet nicht:

„Ich brauche keine Lehrer.“

Es bedeutet auch nicht:

„Studium und Ausbildung sind wertlos.“

Es bedeutet:

Ich kann meinen eigenen Wissensbedarf erkennen und mir fehlendes Wissen aktiv beschaffen.

Das ist ein fundamentaler Unterschied.

Ein Mensch mit dieser Fähigkeit wartet nicht zwangsläufig darauf, dass sein Arbeitgeber ihm irgendwann einen Kurs anbietet.

Er merkt:

Dieses Werkzeug wird relevant, also lernt er es.

Diese Technologie verändert meine Branche, also beschäftigt er sich damit.

Dieses Wissen fehlt mir für mein Projekt, also sucht er danach.

Ein Problem tritt auf, also arbeitet er sich hinein.

Genau diese Menschen können in einer schnelllebigen Wirtschaft einen enormen Vorteil besitzen.

Nicht weil sie alles wissen, sondern weil sie gelernt haben, mit Nichtwissen umzugehen.

Wissen wird verfügbar... Lernfähigkeit wird knapp

Noch nie war Wissen so leicht zugänglich.

Universitäten veröffentlichen Vorlesungen.

Forscher stellen Papers online.

Unternehmen veröffentlichen Dokumentationen.

Es gibt Fachpodcasts. Onlinekurse. Videos. KI-Systeme. Digitale Bibliotheken. Open-Source-Projekte. Fachcommunities.

Innerhalb weniger Minuten kann ein Mensch heute mit einem Thema beginnen, für das er früher zunächst ein Fachbuch bestellen oder einen Kurs besuchen musste.

Das verändert den Engpass.

Der Engpass ist zunehmend nicht mehr:

Wo finde ich Wissen?

Sondern:

Kann ich relevante Informationen erkennen, überprüfen, verstehen und praktisch anwenden?

Deshalb wird Selbstlernkompetenz wichtiger.

KI beschleunigt diesen Wandel noch einmal

Gerade künstliche Intelligenz könnte autodidaktisches Lernen massiv verändern.

Ein Lernender kann heute Fragen stellen. Zusammenfassungen erhalten. Gegenargumente suchen. Beispiele erstellen lassen. Eigene Verständnisprobleme erklären lassen. Code analysieren. Texte überprüfen. Lernpläne erstellen. Und komplizierte Sachverhalte mehrfach aus unterschiedlichen Perspektiven erklären lassen.

Damit entsteht etwas Neues:

individuelle Lernbegleitung auf Abruf.

Das ersetzt keine qualifizierten Lehrer, Experten oder geprüfte Fachinformationen.

Und KI kann falsche Informationen erzeugen, aber richtig eingesetzt senkt sie die Einstiegshürde in neue Wissensgebiete erheblich.

Autodidaktisches Lernen wird dadurch schneller.

Die entscheidende Kompetenz verschiebt sich noch stärker auf:

Fragen stellen, Quellen überprüfen, Experimentieren, Anwenden und reflektieren.

Auswirkungen auf Unternehmen, Arbeitnehmer und Kommunen

Für Unternehmen: Weiterbildung wird Teil der Infrastruktur

Unternehmen können Weiterbildung nicht mehr ausschließlich als gelegentliche Schulung betrachten, denn wenn sich Technologien permanent verändern, kann Wissen innerhalb einer Organisation genauso veralten wie Maschinen.

Das World Economic Forum berichtet, dass 85 Prozent der befragten Arbeitgeber Upskilling als eine ihrer geplanten Personalstrategien für den Zeitraum bis 2030 ansehen.

Das ist logisch.

Ein Unternehmen kann versuchen, für jede neue Technologie neue Mitarbeiter einzustellen, oder es entwickelt die Menschen weiter, die bereits im Unternehmen arbeiten.

Gerade für den Mittelstand dürfte die zweite Strategie immer wichtiger werden, doch Unternehmen sollten noch einen Schritt weitergehen.

Nicht nur Weiterbildung anbieten.

Sondern eine Lernkultur aufbauen.

Mitarbeiter brauchen Zeit zum Lernen, Zugang zu Wissen, Möglichkeiten zum Experimentieren, digitale Werkzeuge, interne Wissensweitergabe und die Freiheit zu sagen:

Das kann ich noch nicht... aber ich kann es lernen.

Die OECD weist darauf hin, dass Unterstützung durch Arbeitgeber einer der stärksten Faktoren dafür ist, ob Erwachsene überhaupt an Weiterbildung teilnehmen. Ein großer Teil des Lernens findet bereits während der Arbeitszeit und direkt am Arbeitsplatz statt.

Damit wird Lernen selbst zur Unternehmensinfrastruktur.

So wie IT, Finanzen, Produktion, oder Vertrieb.

Für Arbeitnehmer: der Abschluss verliert nicht seinen Wert, aber sein Verfallsdatum wird kürzer

Ein Berufsabschluss bleibt wertvoll.

Ein Studium bleibt wertvoll.

Eine Ausbildung bleibt wertvoll.

Aber sie werden zunehmend zum Startpunkt einer Kompetenzentwicklung und nicht zu deren Endpunkt, denn Arbeitgeber benötigen nicht nur Menschen, die etwas einmal gelernt haben.

Sie benötigen Menschen, die sich verändern können.

Das betrifft nicht nur IT-Fachkräfte.

Ein Handwerker arbeitet heute mit digitaler Planung.

Eine Pflegekraft mit digitalen Dokumentationssystemen.

Ein Verkäufer mit CRM-Software.

Ein Produktionsmitarbeiter mit automatisierten Anlagen.

Ein Unternehmer mit KI.

Ein Verwaltungsmitarbeiter mit digitalen Prozessen.

Der technologische Wandel erreicht nahezu jeden Beruf, damit entsteht somit eine neue Form beruflicher Sicherheit.

Früher lautete sie häufig:

Ich habe einen sicheren Beruf.

Künftig könnte sie stärker lauten:

Ich besitze die Fähigkeit, mich immer wieder auf neue Anforderungen einzustellen.

Das ist möglicherweise die nachhaltigste Form von Beschäftigungsfähigkeit.

Für Menschen ohne klassischen Bildungsweg wird das besonders interessant

Und genau hier besitzt autodidaktisches Lernen auch eine gesellschaftliche Dimension.

Nicht jeder Mensch hat denselben Bildungsweg.

Nicht jeder besucht eine Universität.

Nicht jeder hatte mit 16 oder 20 Jahren bereits die richtigen Voraussetzungen.

Menschen entwickeln sich unterschiedlich schnell.

Manche entdecken ihre Interessen erst mit 30.

Andere wechseln mit 45 ihre Branche.

Wieder andere bauen Fähigkeiten auf, die in keinem Zeugnis auftauchen.

Genau deshalb beschäftigt sich die OECD inzwischen intensiver mit der Anerkennung informell erworbener Kompetenzen.

Ihre 2026 veröffentlichte Studie „Giving Informal Learning the Recognition it Deserves“ fordert ausdrücklich, Fähigkeiten stärker zu berücksichtigen, die Menschen am Arbeitsplatz, im Alltag oder durch selbstgesteuertes Lernen erwerben.

Das könnte langfristig einen wichtigen Wandel auslösen:

Nicht nur:

Welchen Abschluss besitzt du?

Sondern zusätzlich:

Was kannst du tatsächlich?

Für Kommunen: Bildung endet nicht am Schultor

Auch Kommunen müssen Weiterbildung zunehmend als Standortfaktor betrachten.

Bibliotheken, Volkshochschulen, Hochschulen, Technologiezentren, Coworking-Spaces, Unternehmen, Gründerzentren, digitale Lernplattformen.

All diese Einrichtungen können Bestandteil einer regionalen Lerninfrastruktur werden.

Gerade außerhalb großer Metropolen kann das entscheidend sein, denn nicht jeder Arbeitnehmer kann für jede Weiterbildung nach München, Berlin oder Frankfurt fahren.

Digitale und hybride Lernmöglichkeiten machen Wissen regional unabhängiger.

Eine Kommune, die Unternehmen anziehen möchte, sollte deshalb nicht nur fragen:

Haben wir Gewerbeflächen?

Sondern auch:

Können Menschen hier ihre Kompetenzen weiterentwickeln?

Denn Unternehmen siedeln sich langfristig dort an, wo Menschen mit den benötigten Fähigkeiten leben... oder diese Fähigkeiten entwickeln können.

Neutrale Einordnung

Chancen & Risiken

Potenziale und mögliche Zielkonflikte werden bewusst nebeneinandergestellt.

Chancen

Autodidaktisches und digitales Lernen besitzt eine enorme Chance:

Der Zugang zu Wissen kann unabhängiger werden von:

Wohnort, Alter, Beruf, Einkommen, Lebenslauf, oder Zeitpunkt im Leben.

Jemand kann morgens zur Arbeit gehen und abends anfangen, Programmieren zu lernen.

Eine Unternehmerin kann sich in KI einarbeiten.

Ein Produktionsmitarbeiter kann Automatisierung verstehen lernen.

Ein Arbeitsuchender kann digitale Kompetenzen aufbauen.

Eine Führungskraft kann sich mit neuen Managementmethoden beschäftigen.

Ein Gründer kann sich Finanzwissen aneignen.

Damit entsteht eine Lernökonomie, die weniger stark an Institutionen und stärker an Eigeninitiative gekoppelt ist.

Und das kann Innovation beschleunigen, denn neue Ideen entstehen häufig dort, wo Menschen Wissen aus mehreren Bereichen miteinander verbinden.

Risiken

Aber auch hier müssen wir aufpassen.

Autodidaktisches Lernen darf nicht romantisiert werden.

Nur weil Informationen verfügbar sind, entsteht noch kein Wissen.

Und nur weil jemand zehn Videos über KI gesehen hat, besitzt er noch keine KI-Kompetenz.

Selbstgesteuertes Lernen benötigt Disziplin, Quellenkritik, Praxis, Wiederholung,Feedback und manchmal auch Lehrer, Mentoren oder Experten.

Gerade im Internet entsteht außerdem ein neues Problem:

Informationsmenge ist nicht Informationsqualität.

Falsche Inhalte, veraltetes Wissen, Marketing, Halbwissen, KI-Halluzinationen.

Wer selbstständig lernt, muss deshalb zusätzlich lernen, Informationen zu bewerten.

Die Fähigkeit lautet nicht:

Alles selbst lernen.

Sondern:

Wissen selbstständig finden, prüfen, strukturieren und anwenden können... und erkennen, wann professionelle Anleitung notwendig ist.

Perspektivenwechsel

Jahrzehntelang lautete das Modell:

Wir lernen, damit wir später arbeiten können.

Vielleicht müssen wir diesen Satz umdrehen.

Wir arbeiten... und müssen deshalb permanent weiterlernen.

Dann wird Weiterbildung nicht mehr zur Ausnahme.

Nicht zum Seminar einmal im Jahr.

Nicht zur Maßnahme, wenn jemand arbeitslos wird.

Nicht zum Zertifikat, das man anschließend abheftet.

Sondern zu einem normalen Bestandteil des Lebens.

Die OECD bringt diesen Gedanken sinngemäß auf einen bemerkenswerten Punkt:

Früher lernten Menschen, um ihre Arbeit machen zu können.

Heute wird Lernen zunehmend selbst Teil der Arbeit.

Vielleicht ist genau das die Bildungsrevolution, über die wir zu wenig sprechen.

In eigener Sache: Warum Cast Royal genau an diesem Punkt ansetzt

ROQ NEWS gehört selbst zu einem Projekt, das aus genau dieser Überzeugung entstanden ist.

Cast Royal versteht Wissen nicht als etwas, das nach Schule, Ausbildung oder Studium abgeschlossen ist.

Die Plattform soll Menschen ermöglichen, sich eigenständig mit Wirtschaft, Digitalisierung, Technologie, Unternehmertum und persönlicher Entwicklung auseinanderzusetzen.

Nicht mit dem Anspruch:

„Wir ersetzen Schule, Ausbildung oder Universität.“

Sondern mit einem anderen:

Wir wollen Lernen dort möglich machen, wo klassisches Lernen häufig aufhört... mitten im Berufs- und Lebensalltag.

Kurze Lernwege, vertiefende Inhalte, Zusammenhänge verstehen, Werkzeuge ausprobieren, Wissen praktisch anwenden und anschließend selbstständig weiterlernen.

Genau deshalb ist für Cast Royal nicht derjenige der ideale Lernende, der nach einem Kurs sagt:

„Jetzt weiß ich alles.“

Sondern derjenige, der danach sagt:

„Jetzt weiß ich, wo ich weiterforschen muss.“

Das ist ein Unterschied.

Und vielleicht ist es genau die Lernhaltung, die eine innovationsgetriebene Wirtschaft benötigt.

Was wir wissen

2025 nahmen 13,7 Prozent der Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren in der EU innerhalb der vorausgegangenen vier Wochen an formaler oder nicht-formaler Bildung und Weiterbildung teil. 2015 waren es 10,1 Prozent.

Eurostat weist für 2022 außerdem einen Anteil von 64 Prozent der Erwachsenen in der EU aus, die informell gelernt haben.

Nach OECD-Daten berichten rund zwei Drittel der beschäftigten Erwachsenen, mindestens monatlich bei ihrer Arbeit etwas Neues zu lernen.

Der Future of Jobs Report 2025 erwartet auf Basis seiner Arbeitgeberbefragung, dass sich bis 2030 rund 39 Prozent der heutigen Kernkompetenzen verändern oder teilweise überholt sein werden.

Die OECD bezeichnet lebenslanges sowie informelles Lernen ausdrücklich als zentral für Anpassungsfähigkeit in einer von Digitalisierung, demografischem Wandel und ökologischer Transformation geprägten Wirtschaft.

Was noch unklar ist

Nicht jede Branche verändert sich im gleichen Tempo.

Nicht jeder Arbeitnehmer benötigt dieselben Weiterbildungen und es gibt keine seriöse Grundlage für die Behauptung, klassische Bildungsabschlüsse würden bedeutungslos.

Im Gegenteil:

Fundierte Grundbildung, Berufsausbildung und Hochschulbildung bleiben zentrale Grundlagen.

Die Veränderung liegt an anderer Stelle.

Ein Abschluss reicht immer seltener für ein gesamtes Berufsleben.

Ebenfalls ungelöst ist die Frage, wie informell erworbene Kompetenzen zuverlässig nachgewiesen und anerkannt werden können, denn ein Mensch kann sehr viel können, ohne dafür ein Zertifikat zu besitzen.

Für Arbeitgeber bleibt dann die Herausforderung:

Wie lässt sich diese Kompetenz objektiv erkennen?

Genau deshalb gewinnen Kompetenztests, Arbeitsproben, Portfolios, Microcredentials und die Anerkennung informellen Lernens an Bedeutung.

Was als Nächstes wichtig wird

Die nächste große Bildungsdebatte sollte deshalb nicht ausschließlich darüber geführt werden, wie Schule oder Hochschule verändert werden müssen.

Mindestens genauso wichtig wird die Frage:

Wie bauen wir eine Gesellschaft, in der Menschen mit 30, 40, 50 oder 60 selbstverständlich weiterlernen können?

Dazu gehören:

flexible Weiterbildungsangebote, digitale Lernplattformen, betriebliche Lernzeit, Förderprogramme, Bibliotheken, Hochschulangebote, Microcredentials, KI-Lernhilfen, Mentoren und eine stärkere Anerkennung selbst erworbener Kompetenzen.

Denn technologische Transformation kann nur funktionieren, wenn die Menschen innerhalb dieser Transformation die Möglichkeit bekommen, sich ebenfalls weiterzuentwickeln.

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Einordnung von ROQ News

Vielleicht besitzt der wichtigste Arbeitnehmer der Zukunft gar nicht das größte Wissen.

Vielleicht besitzt er eine andere Fähigkeit:

Er kann sich Wissen beschaffen, wenn er es benötigt.

Das klingt zunächst unspektakulär, doch in einer Welt, in der Technologie immer schneller neue Werkzeuge, Prozesse und Berufe hervorbringt, kann genau daraus ein enormer Vorteil entstehen.

Ein Abschluss sagt:

Das habe ich gelernt.

Lernfähigkeit sagt:

Ich kann lernen, was als Nächstes kommt.

Eine innovationsfähige Wirtschaft braucht deshalb nicht nur mehr Ingenieure, mehr Programmierer, mehr Akademiker, oder mehr Fachkräfte.

Sie braucht vor allem Menschen, die neugierig bleiben.

Die Fragen stellen. Die ausprobieren. Die Wissen überprüfen. Die Fehler korrigieren und die auch Jahre nach Schule, Ausbildung oder Universität noch bereit sind zu sagen:

Das kann ich noch nicht. Also lerne ich es.

Vielleicht wird genau diese Haltung zur wichtigsten Qualifikation des 21. Jahrhunderts.

Autor

Michael Langner

Gründer & CEO von Cast Royal
Verantwortliche Redaktion

Michael Langner

Gründer & CEO von Cast Royal

Quellen

  1. Sonstige · veröffentlicht 18.06.2026 · abgerufen 15.09.2026
  2. Sonstige · veröffentlicht 14.09.2026 · abgerufen 15.09.2026
  3. Adult learning statistics – Eurostat
    Sonstige · veröffentlicht 01.05.2026
  4. Sonstige · veröffentlicht 08.07.2026 · abgerufen 15.09.2026
  5. The Future of Jobs Report 2025 – World Economic Forum
    Sonstige · veröffentlicht 07.01.2025 · abgerufen 15.09.2026
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Redaktionell geprüft Stand: 16.09.2026
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