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Lehrjahre sind keine Herrenjahre? Warum junge Menschen zuerst Respekt verdienen

Bestätigte Informationen

Was ist passiert?

Der DGB-Ausbildungsreport 2026 zeigt ein gemischtes Bild.

Die Mehrheit der befragten Auszubildenden bewertet ihre Ausbildung weiterhin positiv.

65,7 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden.

In Betrieben mit betrieblicher Interessenvertretung steigt dieser Anteil sogar auf 75,7 Prozent.

Das ist wichtig.

Denn es zeigt:

Gute Ausbildung existiert.

Es gibt Unternehmen, in denen junge Menschen:

ernst genommen werden, Unterstützung bekommen, Fragen stellen dürfen, Verantwortung übernehmen und vernünftig lernen können, aber der Report zeigt gleichzeitig eine andere Seite.

Etwa die Hälfte der Befragten berichtet von psychischen Belastungen und als Ursachen werden unter anderem genannt:

Leistungs- und Zeitdruck, Personalmangel, Verantwortungsdruck, fehlende Ansprechpartner, finanzielle Belastungen.

Besonders interessant ist dabei die Rolle der Ausbilder.

Sind Ausbilderinnen und Ausbilder immer erreichbar, fühlen sich laut Report nur 8,5 Prozent der Azubis hoch belastet.

Sind sie selten oder nie verfügbar, steigt dieser Anteil auf:

36 Prozent.

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Und genau hier beginnt die eigentliche Geschichte

Vielleicht reden wir bei Ausbildung viel zu häufig darüber:

Was muss der Jugendliche leisten?

Ist er belastbar?

Kommt er pünktlich?

Kann er Kritik vertragen?

Ist die Generation zu empfindlich?

Das sind legitime Fragen.

Natürlich müssen junge Menschen lernen:

Verantwortung, Pünktlichkeit, Qualität, Disziplin, Zuverlässigkeit, aber Ausbildung funktioniert in zwei Richtungen.

Deshalb muss genauso gefragt werden:

Wie behandelt der Betrieb den jungen Menschen?

Ist jemand da, wenn er etwas nicht versteht?

Wird ihm erklärt, warum eine Aufgabe wichtig ist?

Darf er Fehler machen?

Wird Kritik sachlich geäußert?

Wird er vor anderen bloßgestellt?

Wird er ernst genommen?

Bekommt er Aufgaben, die zu seiner Ausbildung gehören?

Das ist ebenfalls Ausbildungsqualität.

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ROQ Einordnung – Warum ist diese Nachricht wichtig?

Respekt ist keine Belohnung für fertige Fachkräfte

Vielleicht liegt hier ein kulturelles Missverständnis, denn Respekt wird manchmal behandelt wie eine Beförderung.

Erst musst du:

Erfahrung sammeln, Leistung beweisen, Jahre dabei sein, dann wirst du ernst genommen, aber grundlegender menschlicher Respekt funktioniert nicht so.

Respekt beginnt am ersten Tag.

Das bedeutet nicht:

Der Azubi weiß genauso viel wie der Meister.

Natürlich nicht.

Der Meister besitzt vielleicht:

20 Jahre Erfahrung.

Der Azubi:

zwei Wochen.

Diese Hierarchie des Wissens ist real, aber daraus folgt keine Hierarchie des menschlichen Wertes.

Der Meister darf sagen:

„Das ist falsch. Ich zeige dir, wie es richtig funktioniert.“

Er muss nicht sagen:

„Bist du eigentlich zu blöd dafür?“

Das ist der Unterschied.

Die zufriedenen Azubis zeigen uns eigentlich, wie Normalität aussehen kann

Das finde ich besonders wichtig.

Wenn rund zwei Drittel ihre Ausbildung positiv bewerten, bedeutet das eben auch:

Viele junge Menschen erleben bereits Betriebe, in denen ein vernünftiger Umgang funktioniert.

Für diese jungen Menschen ist möglicherweise ganz selbstverständlich:

Mein Ausbilder erklärt mir etwas und ich kann Fragen stellen, ich werde korrigiert, ohne heruntergemacht zu werden, ich darf lernen, ich bekomme Verantwortung, wenn ich bereit dafür bin und genau deshalb ist der Satz:

„Azubis müssen eben lernen, wie die Arbeitswelt funktioniert“

nur die halbe Wahrheit, denn sie lernen die Arbeitswelt genau so kennen:

wie wir sie ihnen zeigen.

Wenn ein Jugendlicher drei Jahre lang erlebt:

Respekt, Teamarbeit, gute Führung, Verantwortung, dann wird er dieses Verhalten später wahrscheinlich zumindest als normalen beruflichen Standard kennen.

Erlebt er dagegen:

Anschreien, Herablassung, Willkür und „Du bist nur der Azubi“, lernt er ebenfalls etwas über Arbeitskultur.

Nur etwas völlig anderes.

Ausbildung reproduziert Unternehmenskultur

Das wird häufig unterschätzt.

Der Azubi von heute kann in zehn Jahren:

Geselle, Meister, Teamleiter, Ausbilder, Unternehmer sein und viele Menschen führen später so, wie sie selbst Führung kennengelernt haben.

Dann entsteht schnell:

„Mit mir hat das früher auch keiner anders gemacht.“

Und schon wird schlechte Kultur weitergereicht.

Generation für Generation.

Vielleicht muss genau diese Schleife irgendwann durchbrochen werden.

„Ich musste da durch“ ist kein Argument dafür, dass der Nächste ebenfalls da durch muss.

Vielleicht sollte ein guter Meister genau das Gegenteil denken:

„Ich weiß, was damals schlecht war. Also mache ich es bei meinem Lehrling besser.“

Das wäre Fortschritt.

Hohe Ansprüche und Respekt widersprechen sich nicht

Das ist mir extrem wichtig.

Respekt bedeutet nicht:

alles durchgehen lassen.

Ein Azubi kann zu spät kommen, dann muss das angesprochen werden.

Ein Werkstück kann schlecht sein, dann muss es neu gemacht werden.

Ein Fehler kann gefährlich sein, dann muss Klartext gesprochen werden.

Ein junger Mensch kann unmotiviert sein, auch das darf benannt werden.

Aber:

Hohe Standards brauchen keine Demütigung.

Man kann sagen:

„Das reicht qualitativ nicht. Wir machen es noch einmal.“

Das ist Ausbildung.

Oder:

„Was bist du eigentlich für ein Idiot?“

Das ist keine Ausbildung.

Das ist schlicht respektlos.

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ gehört deshalb neu gedacht

Der Satz stammt aus einer anderen Arbeitskultur.

Hierarchie spielte eine größere Rolle.

Der Lehrling stand unten.

Der Meister oben.

Natürlich bestehen Erfahrungsunterschiede weiterhin, aber vielleicht brauchen wir heute ein besseres Motto:

Lehrjahre sind Entwicklungsjahre.

Der junge Mensch kommt in ein Unternehmen, weil er etwas noch nicht kann.

Das ist keine Schwäche.

Das ist der Sinn der Ausbildung.

Wenn ein 17-Jähriger bereits alles könnte:

bräuchte er keine Ausbildung.

Das klingt banal, aber manche Betriebe behandeln Fehler von Auszubildenden, als hätte man eine fertig ausgebildete Fachkraft eingestellt.

Genau das widerspricht dem gesamten Prinzip.

Auswirkungen auf Unternehmen, Arbeitnehmer und Kommunen

Für Unternehmen: Respekt wird zum Wettbewerbsfaktor

Der Fachkräftemangel verändert die Machtverhältnisse.

Ein Unternehmen kann nicht gleichzeitig sagen:

„Wir finden keine jungen Leute.“

und anschließend diejenigen, die kommen, behandeln wie:

Personal zweiter Klasse.

Junge Menschen vergleichen heute:

Betriebe, Bewertungen, Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten, Vergütung, Entwicklungsmöglichkeiten und sie reden miteinander.

Im Ausbildungsreport 2025 gehörten ein positives Arbeitsklima, faire Arbeitszeiten und eine angemessene Vergütung zu den wichtigen Kriterien für die Wahl eines Ausbildungsbetriebs.

Das bedeutet:

Unternehmenskultur wird Recruiting.

Ein Betrieb, in dem Azubis gerne arbeiten, bekommt irgendwann:

Empfehlungen.

Ein Betrieb, über den jeder sagt:

„Geh da bloß nicht hin“

bekommt ebenfalls eine Marke.

Nur keine gute.

Gute Betreuung ist kein Kuschelkurs

Die Zahlen zeigen sogar ziemlich deutlich:

Betreuung und Ausbildungszufriedenheit hängen eng zusammen.

Schon der Ausbildungsreport 2025 zeigte:

Wenn Ausbilder Ausbildungsvorgänge immer verständlich erklären, waren 88,9 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden.

Wenn Erklärungen nur manchmal erfolgen, sinkt der Anteil auf 54,8 Prozent.

Das ist keine Generationenfrage.

Das ist:

Führung.

Ein junger Mensch kann Leistung bringen, wenn er weiß:

was erwartet wird, warum es erwartet wird und wie er besser werden kann.

Für Arbeitnehmer: Die nächste Generation schaut uns zu

Jeder erfahrene Mitarbeiter prägt junge Menschen mit und nicht nur der offizielle Ausbilder.

Der Geselle, die Fachkraft, der Meister, die Kollegin, der Abteilungsleiter.

Wenn der Azubi eine Frage stellt, können wir antworten:

„Das weißt du immer noch nicht?“

Oder:

„Komm, ich zeige es dir noch einmal.“

Beide Antworten dauern vielleicht zwei Minuten, aber sie vermitteln eine völlig andere Botschaft.

Die eine lautet:

Du nervst.

Die andere:

Du bist hier, um zu lernen.

Genau daraus entsteht Bindung.

Für Schulen: Respekt sollte früher beginnen

Das gilt nicht erst beim Ausbildungsvertrag.

Schüler sind ebenfalls keine unfertigen Erwachsenen, die möglichst schnell in eine Form gebracht werden müssen.

Sie sind junge Menschen und natürlich brauchen sie:

Regeln, Grenzen, Leistung, Konsequenzen.

Aber genauso:

Respekt, Verantwortung und das Gefühl:

Meine Meinung wird zumindest gehört.

Wir haben bei Cast Royal bereits darüber geschrieben:

Kinder und Jugendliche müssen mehr erleben dürfen.

Projekte, Unternehmertum, Technik, Sport, Kultur, echte Verantwortung, denn Respekt bedeutet auch:

einem jungen Menschen etwas zuzutrauen.

Neutrale Einordnung

Chancen & Risiken

Potenziale und mögliche Zielkonflikte werden bewusst nebeneinandergestellt.

Chancen

Aus Azubis werden loyale Fachkräfte

Stellen wir uns einen 17-Jährigen vor.

Er beginnt seine Ausbildung und am ersten Tag hört er:

„Du bist neu. Du kannst noch nicht viel. Aber wir bringen es dir bei.“

Nach sechs Monaten: erste eigene Aufgaben.

Nach einem Jahr: mehr Verantwortung.

Nach zwei Jahren: er erklärt vielleicht dem neuen Azubi bereits etwas.

Nach drei Jahren: Gesellenprüfung.

Und irgendwann sitzt da ein Mensch, der denkt:

Diese Firma hat etwas aus mir gemacht.

Das erzeugt möglicherweise etwas, das kein Obstkorb und kein Employer-Branding-Video erzeugen kann:

echte Bindung.

Die zweite Chance... Ausbilder werden wieder zu Mentoren

Vielleicht müssen wir auch den Begriff Ausbilder stärker aufwerten.

Ein guter Ausbilder ist nicht:

derjenige, der den Ausbildungsnachweis unterschreibt.

Er ist:

Lehrer, Fachmann, Feedbackgeber, Vorbild, Mentor und irgendwann vielleicht der Mensch, über den jemand zehn Jahre später sagt:

„Von dem habe ich meinen Beruf gelernt.“

Das ist eine enorme Verantwortung und eine enorme Leistung.

Die dritte Chance... Respekt kann Leistung erhöhen

Das ist der Punkt, den wir häufig falsch verstehen.

Menschen leisten nicht automatisch mehr, wenn man sie kleiner macht.

Ein junger Mensch, der sich sicher genug fühlt:

Fragen zu stellen, Fehler zuzugeben, Unsicherheit anzusprechen, kann Probleme früher sichtbar machen.

Gerade in:

Handwerk, Industrie, Pflege, Küche, Technik kann das sogar sicherheitsrelevant sein.

Der Azubi, der Angst hat zu sagen:

„Ich habe das nicht verstanden“

macht möglicherweise weiter.

Der Azubi, der weiß:

„Hier darf ich fragen“

fragt und verhindert vielleicht einen Fehler.

Risiken

Respekt darf nicht mit Anspruchslosigkeit verwechselt werden

Das wäre das andere Extrem.

Junge Menschen verdienen Respekt, aber genauso müssen sie lernen:

Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Umgang mit Kritik, Durchhaltevermögen, Teamarbeit, Verantwortung.

Ein Unternehmen ist kein Jugendzentrum.

Ein Kunde erwartet Qualität.

Eine Maschine verzeiht Sicherheitsfehler nicht.

Ein Patient erwartet professionelle Versorgung und deshalb bedeutet moderne Ausbildung nicht:

weniger Anspruch.

Sondern:

hoher Anspruch bei vernünftigem Umgang.

Vielleicht ist genau das sogar anspruchsvoller.

Das zweite Risiko... schlechte Ausbildung wird romantisiert

„Bei uns war das früher normal.“

Mag sein, aber früher war vieles normal, das wir heute besser organisieren können.

Nur weil etwas lange existiert hat, besitzt es keinen pädagogischen Wert.

14,7 Prozent der im Ausbildungsreport 2025 Befragten mussten immer oder häufig ausbildungsfremde Aufgaben übernehmen... etwa Putzen oder Kaffee kochen.

Eine Werkstatt reinigen, weil Ordnung zum Beruf gehört?

Ausbildung.

Drei Jahre lang hauptsächlich Arbeiten erledigen, die keinen Ausbildungsinhalt vermitteln?

Keine gute Ausbildung.

Der Unterschied ist der Lernzweck.

Das dritte Risiko... wir schreiben Jugendliche vorschnell ab

„Die Generation will nicht arbeiten.“

„Die sind zu empfindlich.“

„Die wollen nur Freizeit.“

Solche Sätze sind bequem, aber die Ausbildungszahlen zeigen ein differenzierteres Bild.

2025 blieben rund 84.400 Jugendliche trotz Ausbildungsplatzsuche erfolglos.

Gleichzeitig berichten viele Betriebe von Nachwuchsproblemen.

Das zeigt:

Es gibt nicht einfach:

zu wenige motivierte Jugendliche.

Es gibt:

Passungsprobleme, regionale Unterschiede, unterschiedliche Anforderungen, unterschiedliche Ausbildungsqualität und unterschiedliche Erwartungen.

Darüber müssen wir reden.

Perspektivenwechsel

Wir sollten nicht fragen, was Jugendliche aushalten

Das ist vielleicht die falsche Frage.

„Wie belastbar ist die Jugend?“

Vielleicht sollten wir fragen:

„Wie gut sind wir darin, junge Menschen zu entwickeln?“

Denn genau dafür existiert Ausbildung.

Ein fertiger Mitarbeiter wird eingestellt, weil er etwas kann.

Ein Azubi wird eingestellt:

damit er es lernt.

Das macht Ausbildung so besonders, denn ein Unternehmen sagt damit eigentlich:

„Wir investieren in einen Menschen, der heute noch nicht alles kann, weil wir glauben, dass er es morgen können wird.“

Das ist eine ziemlich starke Aussage.

Vielleicht sollten wir uns auch entsprechend verhalten.

Was wir wissen

Im DGB-Ausbildungsreport 2026 bewerten 65,7 Prozent der befragten Auszubildenden ihre Ausbildung positiv. In Betrieben mit Interessenvertretung liegt der Anteil bei 75,7 Prozent.

Gute Betreuung hängt stark mit geringerer Belastung zusammen: Sind Ausbilder immer erreichbar, berichten 8,5 Prozent von hoher Belastung; bei selten oder nie erreichbaren Ausbildern sind es 36 Prozent.

Bereits 2025 zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen verständlicher Anleitung und Ausbildungszufriedenheit. Bei Auszubildenden, deren Ausbilder Vorgänge immer zufriedenstellend erklären, waren 88,9 Prozent mit ihrer Ausbildung zufrieden oder sehr zufrieden.

Gleichzeitig bestehen weiterhin Probleme wie Überstunden, ausbildungsfremde Tätigkeiten, finanzielle Belastungen und große Qualitätsunterschiede zwischen Betrieben und Berufen.

Was noch unklar ist

Wir können aus diesen Daten nicht sagen:

welcher einzelne Faktor einen jungen Menschen langfristig im Beruf hält, denn auch gute Behandlung garantiert nicht:

Motivation, Leistung, oder Loyalität.

Menschen unterscheiden sich.

Unternehmen unterscheiden sich.

Berufe unterscheiden sich., aber eines zeigen die Daten ziemlich klar:

Betreuung und Ausbildungsqualität spielen eine erhebliche Rolle dabei, wie junge Menschen ihre Ausbildung erleben.

Und das können Betriebe beeinflussen.

Was als Nächstes wichtig wird

Die entscheidenden Fragen sollten deshalb lauten:

Wie werden Ausbilder ausgewählt?

Bekommen sie genügend Zeit für ihre Aufgabe?

Werden sie selbst in Führung geschult?

Wie gehen Unternehmen mit Fehlern von Azubis um?

Welche Verantwortung bekommen junge Menschen?

Wie werden Konflikte gelöst?

Welche Aufgaben dienen tatsächlich dem Ausbildungsziel?

Und:

Würde ich wollen, dass mein eigenes Kind in diesem Betrieb so behandelt wird?

Vielleicht ist das der einfachste Qualitätscheck überhaupt.

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Deutschland braucht Fachkräfte, dann müssen wir irgendwann verstehen:

Fachkräfte fallen nicht vom Himmel.

Wir bilden sie aus und dabei prägen wir nicht nur:

fachliches Wissen.

Wir prägen:

Arbeitskultur, Führung, Selbstvertrauen, Verantwortung und den Blick eines jungen Menschen auf seinen Beruf.

Wer einen Azubi drei Jahre lang respektvoll behandelt, hohe Standards setzt, Fehler erklärt und Verantwortung wachsen lässt, bildet möglicherweise nicht nur:

einen guten Facharbeiter.

Sondern vielleicht auch:

den nächsten guten Meister, den nächsten guten Ausbilder, den nächsten guten Unternehmer und genau deshalb sollten wir einen Satz endlich hinter uns lassen:

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre.“

Nicht weil Auszubildende plötzlich alles bestimmen sollen, sondern weil der Satz zu häufig benutzt wurde, um ein völlig anderes Problem zu entschuldigen:

mangelnden Respekt.

Ein Azubi muss nicht behandelt werden wie der Chef.

Aber:

Er muss behandelt werden wie ein Mensch, aus dem einmal ein Profi werden soll.

Vielleicht ist das die modernere Ausbildungskultur.

Nicht:

„Du bist noch nichts.“

Sondern:

„Du kannst noch nicht alles... und genau deshalb bringen wir es dir bei.“

Autor

Michael Langner

Gründer & CEO von Cast Royal
Verantwortliche Redaktion

Michael Langner

Gründer & CEO von Cast Royal

Quellen

  1. Sonstige · veröffentlicht 20.08.2026 · abgerufen 25.10.2026
  2. Der Ausbildungsmarkt im Jahr 2025 – Bundesinstitut für Berufsbildung
    Sonstige · abgerufen 25.10.2026
  3. Sonstige · veröffentlicht 21.07.2026 · abgerufen 25.10.2026
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Redaktionell geprüft Stand: 26.10.2026
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