Was ist passiert?
Am 14. und 15. Oktober 2026 veranstaltete Zukunft.Coburg.Digital erneut die Coburger Digitaltage TOTAL DIGITAL.
Das Format verbindet Digitalisierung, Innovation, Gründung und Wissenstransfer. Am ersten Tag führt eine Innovationstour mit dem Bus hinter die Kulissen von KAPP NILES, UNIMATIC Automationssysteme, SAGASSER und HUK-COBURG. Am Abend folgen in der Alten Kühlhalle Keynote, Podiumsdiskussion, Startup-Pitches, Ausstellung und Networking. Der zweite Tag findet in der Digitalen Manufaktur statt und bringt Workshops unter anderem zu KI, Automatisierung, Marketing, Vibe Coding und Gründung zusammen.
Das Entscheidende daran ist weniger der Bus.
Es ist das Prinzip:
raus aus der PowerPoint... rein in die reale Wirtschaft.
Denn Digitalisierung lässt sich wesentlich leichter verstehen, wenn Menschen sehen können:
Was wird tatsächlich automatisiert?
Wo entstehen Daten?
Welche Arbeit übernimmt Software?
Was bleibt beim Menschen?
Wie verändern sich Arbeitsplätze?
Was bringt Digitalisierung wirtschaftlich?
Und wo stößt sie an Grenzen?
Genau deshalb sind solche Unternehmensrundgänge selbst ein Bestandteil von Innovationsarbeit.
KAPP NILES... wenn Maschinenbau digital wird
Bei KAPP NILES trifft klassische deutsche Industrie auf digitale Transformation.
Das Unternehmen entwickelt hochpräzise Lösungen zur Bearbeitung von Verzahnungen und Profilen. Doch längst besteht das Angebot nicht mehr ausschließlich aus mechanischer Hardware.
Über die Plattform KN assist verbindet KAPP NILES Maschinen mit digitalen Diensten für Vernetzung, Produktion und Support. Dazu gehören unter anderem Condition Monitoring, Process Monitoring, Bauteilrückverfolgung und die Erkennung von Auffälligkeiten in Echtzeit. Selbst Bestandsmaschinen können in Smart-Factory-Strukturen integriert werden.
Damit sieht man sehr gut, was moderne Digitalisierung tatsächlich bedeutet, nicht:
Maschine weg.. Computer hin.
Sondern:
Maschine + Sensoren + Software + Daten + Prozesswissen.
Der Maschinenbau wird digital, ohne aufzuhören Maschinenbau zu sein und genau darin steckt eine wichtige Bildungsaufgabe.
Ein Zerspanungsmechaniker muss weiterhin Werkstoffe und Bearbeitungsprozesse verstehen, aber zusätzlich begegnen ihm zunehmend:
Software, Daten, automatisierte Diagnose, vernetzte Maschinen, digitale Assistenzsysteme.
Das vorhandene Fachwissen wird also nicht abgeschafft.
Es bekommt eine zusätzliche Ebene.
UNIMATIC... Automatisierung wird längst gebaut
Der nächste Halt zeigt noch deutlicher, wie physisch Digitalisierung sein kann.
UNIMATIC Automationssysteme entwickelt seit mehr als 40 Jahren individuelle Automatisierungslösungen und hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 1.200 Projekte umgesetzt.
Das Unternehmen baut unter anderem Sondermaschinen, Prüftechnik und Sonderelektronik und begleitet Unternehmen ausdrücklich bei der Digitalisierung hin zur intelligenten Fabrik. Anwendungen reichen von Automotive über Pharma bis Elektronik.
Das ist interessant, weil Automatisierung häufig abstrakt diskutiert wird.
„Roboter übernehmen Arbeit.“
„KI automatisiert Produktion.“
„Die Fabrik wird autonom.“
Aber zwischen dieser Schlagzeile und der Realität liegen:
Konstruktion, Elektronik, Mechanik, Programmierung, Sicherheit, Sensorik, Prüftechnik, Integration, Inbetriebnahme, Service.
Ein Automatisierungssystem fällt nicht vom Himmel.
Menschen müssen es:
entwickeln, bauen, programmieren, installieren und warten.
Damit zeigt UNIMATIC exemplarisch einen wichtigen Punkt:
Automatisierung beseitigt Arbeit nicht einfach... sie verändert, welche Arbeit gebraucht wird.
SAGASSER... Digitalisierung endet nicht an der Werkhalle
Danach wird das Beispiel völlig anders.
SAGASSER ist kein Maschinenbauer.
Die Unternehmensgruppe arbeitet im Getränkeeinzel- und -großhandel und betreibt unter anderem rund 100 eigene Fachmärkte sowie zahlreiche Partnerstandorte. In der Coburger Zentrale werden nach Unternehmensangaben etwa 95 Millionen Flaschen pro Jahr bewegt.
Und trotzdem ist Digitalisierung dort genauso relevant, denn Handel bedeutet heute längst:
Logistik, Bestandsmanagement, Kundenkommunikation, Daten, digitale Bestellungen, Marketing, Warenströme, Prozessoptimierung.
SAGASSER betreibt beispielsweise ein digitales Gewerbekundenportal, über das Kunden Bestellungen per Smartphone oder Computer abwickeln, frühere Bestellungen einsehen und Favoriten verwalten können.
Gleichzeitig zeigt das Coburger Sortierzentrum, wie physische und digitale Prozesse zusammenkommen können. SAGASSER verarbeitet dort große Mengen Mehrwegleergut und hat in den vergangenen Jahren erheblich in Sortier- und Logistikinfrastruktur investiert.
Das ist eine wichtige Erkenntnis:
Digitalisierung ist kein IT-Projekt.
Sie betrifft, Produktion, Handel, Verwaltung, Logistik, Marketing, Vertrieb, Service.
Praktisch jede Branche.
HUK-COBURG... selbst Versicherung wird zur Technologiefrage
Und dann kommt mit HUK-COBURG eine völlig andere Welt.
Keine Werkzeugmaschine, keine Sortieranlage, keine Automatisierungszelle.
Dafür:
Daten, Software, Cloud, Kundenprozesse, Versicherungslogik, KI.
HUK-COBURG hat seine Zusammenarbeit mit Amazon Web Services ausgebaut und will Cloud-Technologien nutzen, um Entwicklungszyklen zu verkürzen, Datenanalysen auszubauen und KI-Anwendungen effizienter einzusetzen. Das Unternehmen beschreibt diesen Weg selbst als Transformation vom klassischen Versicherer zum digitalen Serviceanbieter.
Und plötzlich sieht man innerhalb einer einzigen Rundtour:
Digitalisierung ist nicht die Einführung einer bestimmten Technologie.
Sie ist die Fähigkeit eines Unternehmens, Technologie auf das eigene Geschäftsmodell zu übersetzen.
KAPP NILES digitalisiert Maschinen.
UNIMATIC automatisiert Produktionsprozesse.
SAGASSER digitalisiert Handel und Logistik.
HUK-COBURG digitalisiert Dienstleistungen und Datenprozesse.
Vier Unternehmen.
Vier völlig unterschiedliche Anwendungen.
Eine gemeinsame Frage:
Können die Menschen mit der Veränderung Schritt halten?
ROQ Einordnung – Warum ist diese Nachricht wichtig?
Deutschland besitzt Technologie.
Wir besitzen:
Forschungseinrichtungen, Maschinenbauer, Softwareunternehmen, Automatisierer, Hochschulen, Start-ups, Mittelstand, Konzerne, Förderprogramme, digitale Infrastruktur... wenn auch regional unterschiedlich.
Natürlich gibt es weiterhin technologische Lücken, aber immer häufiger entsteht ein anderes Problem.
Ein Unternehmen könnte KI einsetzen.
Die Mitarbeiter wissen aber nicht wie.
Ein Betrieb besitzt Daten.
Niemand weiß, was damit sinnvoll möglich wäre.
Eine Maschine kann digital überwacht werden, aber der Nutzen wird intern nicht verstanden.
Eine neue Software wird eingeführt.
Mitarbeiter empfinden sie zunächst nur als zusätzliche Belastung.
Dann heißt es schnell:
„Digitalisierung funktioniert bei uns nicht.“
Dabei ist möglicherweise gar nicht die Technologie gescheitert.
Sondern:
der Wissenstransfer.
Die schwierigste Schnittstelle einer Digitalisierung ist manchmal nicht zwischen zwei Programmen
Sondern zwischen:
Technologie und Mensch.
Eine Maschine lässt sich programmieren. Ein API-Endpunkt dokumentieren. Eine Datenbank strukturieren. Menschen funktionieren anders.
Sie fragen:
Warum soll ich das machen?
Was bringt mir das?
Macht die Technologie meinen Arbeitsplatz überflüssig?
Warum funktioniert mein alter Prozess plötzlich nicht mehr?
Wer hilft mir, wenn ich einen Fehler mache?
Muss ich jetzt Programmierer werden?
Genau deshalb gehört Wissensvermittlung unmittelbar zur Digitalisierung:
Technologie erklären, Ängste ernst nehmen, Nutzen zeigen, ausprobieren ermöglichen, Fehler zulassen, Weiterbildung schaffen und anschließend:
anwenden.
Das ist keine weiche Begleitmaßnahme.
Das ist Teil der Technologieeinführung.
Digitalisierung scheitert sonst an einem absurden Punkt
Stellen wir uns einen Betrieb vor.
Er kauft moderne Software, 100 Lizenzen, KI-Funktionen, Automatisierung, Dashboards, Schnittstellen.
Technisch funktioniert alles, aber 70 Mitarbeiter benutzen weiterhin Excel und E-Mail, weil niemand ihnen vernünftig gezeigt hat:
Warum der neue Prozess besser ist.
Dann besitzt das Unternehmen modernste Technologie und arbeitet weiterhin wie vorher.
Das ist kein Technologieproblem.
Das ist:
ein Bildungsproblem.
Auswirkungen auf Unternehmen, Arbeitnehmer und Kommunen
Für Unternehmen: Technologie kaufen ist der einfache Teil
Eine Softwarelizenz lässt sich innerhalb von Minuten bestellen.
Eine Maschine kann gekauft werden.
Ein KI-System kann eingeführt werden.
Die schwierige Aufgabe beginnt danach.
Menschen müssen verstehen:
Was verändert sich?
Welche Tätigkeit wird leichter?
Welche Prozesse müssen neu gedacht werden?
Welche Fähigkeiten fehlen?
Welche Daten braucht das System?
Wo liegen Risiken?
Und welche alten Abläufe können tatsächlich verschwinden?
Deshalb sollte jedes größere Digitalisierungsprojekt eigentlich aus zwei Investitionen bestehen:
Technologie + Wissen.
Wer nur die erste bezahlt, finanziert möglicherweise eine halb fertige Transformation.
Für Arbeitnehmer: Digitalisierung verstehen statt davor zurückziehen
Auch Arbeitnehmer haben dabei eine Verantwortung.
Die Arbeitswelt wird sich nicht deshalb langsamer verändern, weil eine Technologie unangenehm oder ungewohnt erscheint.
KI, Automatisierung, Software, Robotik.
Diese Werkzeuge verschwinden nicht wieder.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
„Kann ich verhindern, dass mein Beruf digitaler wird?“
Sondern:
„Wie verändert diese Technologie meinen Beruf... und was sollte ich jetzt lernen?“
Dabei muss niemand alles können.
Der Maschinenbediener muss nicht zum KI-Forscher werden.
Die Verkäuferin nicht zur Softwareentwicklerin.
Der Handwerker nicht zum Data Scientist, aber jeder sollte zunehmend verstehen:
Welche digitalen Werkzeuge betreffen meine Arbeit?
Das ist moderne berufliche Souveränität.
Für Kommunen und Regionen: Wissenstransfer wird Wirtschaftsförderung
Gerade hier zeigt TOTAL DIGITAL, was regionale Innovationsarbeit leisten kann, denn Zukunft.Coburg.Digital bringt nicht nur Technologieunternehmen zusammen.
Das Format verbindet:
Unternehmen, Start-ups, Gründer, Experten, Wissenschaft, Mitarbeiter, Interessierte.
Und macht Innovation sichtbar.
Genau das ist wichtiger, als es zunächst klingt.
Eine Region kann hervorragende Unternehmen besitzen, wenn niemand weiß, was dort eigentlich passiert, bleibt ein Teil dieser Innovationskraft unsichtbar.
Ein Schüler kennt das Unternehmen nicht.
Ein Gründer findet den Partner nicht.
Ein Mittelständler weiß nicht, dass fünf Kilometer entfernt jemand sein Automatisierungsproblem lösen könnte.
Eine Mitarbeiterin entdeckt die Weiterbildungsmöglichkeit nicht.
Ein Unternehmen kennt das regionale Netzwerk nicht.
Dann existiert Wissen...
... aber es verbindet sich nicht.
Zukunft.Coburg.Digital beschreibt TOTAL DIGITAL deshalb selbst als regionales Schaufenster für Digitalisierung, Innovation und Startup-Kultur, bei dem insbesondere Wissenstransfer, Inspiration und Vernetzung im Mittelpunkt stehen.
Und genau solche Formate braucht regionale Innovationspolitik.
Nicht nur Förderung verteilen.
Menschen zusammenbringen.
Chancen & Risiken
Potenziale und mögliche Zielkonflikte werden bewusst nebeneinandergestellt.
Wir behandeln Infrastruktur normalerweise als:
Straßen, Schienen, Strom, Internet, Industrieflächen.
Aber vielleicht besitzt die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts eine weitere Infrastruktur:
Wissenstransfer.
Wie schnell gelangt Wissen:
aus der Forschung ins Unternehmen?
vom Experten zum Mitarbeiter?
vom Konzern zum Mittelstand?
von der Hochschule zum Gründer?
vom Unternehmen zur Berufsschule?
von der Technologie zum normalen Menschen?
Je schneller diese Verbindungen funktionieren, desto schneller kann Innovation skalieren.
Das ist vielleicht einer der größten Unterschiede zwischen einer Region, die Technologie besitzt, und einer Region, die Technologie nutzt.
Menschen müssen Technologie erleben können
Genau deshalb gefällt uns die Idee einer Innovationstour.
Man kann hundert Artikel über Automatisierung lesen, oder einmal vor einer automatisierten Produktionsanlage stehen.
Man kann fünf Stunden über Maschinenbau diskutieren, oder sehen, wie hochpräzise Fertigung tatsächlich funktioniert.
Man kann über Digitalisierung im Handel sprechen, oder reale Waren- und Logistikprozesse beobachten.
Man kann Cloud erklären, der einen Versicherer zeigen lassen, wie sich dadurch reale Geschäftsprozesse verändern.
Plötzlich wird aus dem abstrakten Begriff:
Digitalisierung
etwas Greifbares und Greifbarkeit schafft Verständnis.
Hier liegt gleichzeitig ein großes Risiko.
Wenn Digitalisierung ausschließlich zwischen:
IT-Abteilungen, Beratern, Softwareunternehmen, Management und Technologieexperten diskutiert wird, verliert man einen erheblichen Teil der Bevölkerung.
Dann entstehen zwei Welten.
Die einen reden über:
Agents, APIs, LLMs, Digital Twins, Predictive Maintenance, Cloud Native, Physical AI.
Die anderen denken:
„Ich verstehe kein Wort.“
Und irgendwann entsteht Ablehnung.
Nicht zwingend gegen die Technologie selbst, sondern gegen das Gefühl:
„Diese Zukunft wird über meinen Kopf hinweg gebaut.“
Gute Innovationskommunikation muss deshalb übersetzen.
Nicht vereinfachen bis alles falsch wird, aber erklären.
Was macht das?
Warum brauchen wir es?
Was bringt es?
Was verändert sich?
Was bleibt?
Das zweite Risiko... Wissen wird zum neuen Standortgefälle
Ein großer Konzern kann:
Weiterbildungsabteilungen aufbauen, Berater holen, Software testen, KI-Spezialisten einstellen.
Ein Unternehmen mit zwölf Mitarbeitern kann das deutlich schwerer.
Ein Arbeitnehmer in einem großen Industriebetrieb erhält vielleicht regelmäßig Schulungen.
Jemand in einem kleinen Unternehmen möglicherweise kaum.
Genau deshalb werden regionale Wissensplattformen immer wichtiger, denn nicht jedes Unternehmen kann jede Kompetenz selbst besitzen, aber eine Region kann Kompetenzen:
vernetzen.
Perspektivenwechsel
Wir behandeln Bildung häufig wie etwas, das vor der eigentlichen Wirtschaft stattfindet:
Schule, Ausbildung, Studium, dann kommt Arbeit.
Aber bei dieser Geschwindigkeit technologischer Veränderung funktioniert diese Trennung nicht mehr.
Bildung wird Teil des Produktionssystems.
Ein Unternehmen, das neue Technologie schneller versteht, kann sie früher einsetzen.
Ein Arbeitnehmer, der sie versteht, kann produktiver damit arbeiten.
Ein Gründer, der neue Möglichkeiten erkennt, kann daraus ein Geschäftsmodell entwickeln.
Eine Region, die Wissen schneller verteilt, kann Innovation schneller skalieren.
Vielleicht gehört Wissenstransfer deshalb genauso zur Innovationsinfrastruktur wie:
Glasfaser, Rechenzentren, Labore, Maschinen.
Cast Royal: Wissen, Innovation und Umsetzung zusammenbringen
Und an dieser Stelle machen wir bewusst Werbung in eigener Sache., denn genau hier sehen wir die Aufgabe von Cast Royal.
Wir wollen Cast Royal nicht einfach als weitere Contentplattform bauen.
Nicht als nächste Sammlung von Artikeln und auch nicht als Plattform, auf der Menschen nur passiv konsumieren.
Unser Ziel ist größer:
eine Wissens- und Innovationsplattform der Zukunft.
ROQ News zeigt:
Was verändert sich gerade?
ROQ Innovation fragt:
Warum entsteht Innovation... und warum schaffen manche Menschen, Unternehmen und Regionen den Wandel besser als andere?
Lernangebote sollen erklären:
Wie kann ich das Wissen selbst anwenden?
Tools sollen helfen:
Wie komme ich vom Wissen in die Umsetzung?
Community und Netzwerk sollen ermöglichen:
Wen kann ich kennenlernen, der bereits weiter ist oder mit dem ich gemeinsam etwas aufbauen kann?
Und genau das bestätigt ein Tag wie TOTAL DIGITAL.
Es reicht nicht mehr, Menschen zu sagen:
„Digitalisiert euch.“
Man muss zeigen:
wie, warum, womit, mit wem und wo der konkrete Nutzen liegt.
Cast Royal soll dabei kein Elfenbeinturm werden
Wir wollen nicht vom Bildschirm aus erklären, wie Wirtschaft angeblich funktioniert und darum gehören solche Unternehmensbesuche dazu.
Maschinenbau ansehen, Automatisierung ansehen, Handel ansehen, Versicherung ansehen, mit Unternehmern sprechen, mit Arbeitnehmern sprechen, mit Netzwerken sprechen, Technologie nicht nur recherchieren...
Technologie erleben.
Denn eine Wissensplattform der Zukunft muss beide Welten verbinden:
online Wissen skalieren und offline Realität verstehen.
Genau darin liegt für uns die Verbindung.
Und genau deshalb verdient TOTAL DIGITAL Sichtbarkeit
Zukunft.Coburg.Digital bringt mit TOTAL DIGITAL für zwei Tage Unternehmen, Gründer, Experten, Schüler Studenten und Interessierte zusammen und zeigt Digitalisierung dort, wo sie tatsächlich stattfindet.
Wer aus der Region kommt und sich für:
KI, Automatisierung, Gründung, Marketing, digitale Geschäftsmodell, oder Innovation interessiert, sollte sich deshalb auch alle Tage der Veranstaltung ansehen.
In der Digitalen Manufaktur stehen unter anderem Workshops zu Automatisierung mit n8n, Vibe Coding, SEO, Social Media und Performance Marketing sowie Speed Coaching, Führungen und weitere Gründungsthemen auf dem Programm. Die Teilnahme wird vom Veranstalter kostenfrei angeboten; für einzelne Programmpunkte ist eine Anmeldung erforderlich.
Das ist keine bezahlte Anzeige von ROQ News.
Wir nennen es, weil genau solche Formate zu dem passen, worüber wir hier schreiben:
Innovation sichtbar und zugänglich machen.
Was wir wissen
TOTAL DIGITAL fand am 14. und 15. Oktober 2026 in der Region Coburg statt und wird von Zukunft.Coburg.Digital organisiert. Die Innovationstour besucht KAPP NILES, UNIMATIC Automationssysteme, SAGASSER und HUK-COBURG.
KAPP NILES verbindet Präzisionsmaschinenbau bereits mit digitalen Lösungen für Smart-Factory-Integration, Prozessüberwachung, Condition Monitoring und digitale Services.
UNIMATIC entwickelt individuelle Automatisierungslösungen und begleitet Unternehmen auf dem Weg zu intelligenten Fabriken.
SAGASSER kombiniert klassischen Getränkehandel und Logistik unter anderem mit digitalen Bestell- und Kundenprozessen und umfangreicher Sortier- und Logistikinfrastruktur.
HUK-COBURG baut seine Cloud-Infrastruktur aus und verbindet diese ausdrücklich mit schnelleren Entwicklungszyklen, Datenanalyse und KI-Anwendungen.
Damit zeigt schon eine einzige regionale Tour vier völlig unterschiedliche Formen digitaler Transformation.
Was noch unklar ist
Wir wissen nicht, welche Technologien sich in welchem Unternehmen langfristig wirtschaftlich durchsetzen werden, auch Digitalisierung bedeutet nicht automatisch:
höhere Produktivität, zufriedenere Mitarbeiter, oder erfolgreichere Unternehmen.
Technologie kann:
falsch ausgewählt, schlecht eingeführt, unzureichend erklärt, oder schlicht unnötig sein.
Deshalb muss Digitalisierung immer mit einer zweiten Frage verbunden werden:
Welches reale Problem lösen wir damit?
Innovation entsteht nicht dadurch, möglichst viele digitale Werkzeuge einzusetzen.
Innovation entsteht, wenn Technologie:
einen messbaren Nutzen erzeugt.
Was als Nächstes wichtig wird
Die nächste Digitalisierungsphase wird wahrscheinlich weniger davon abhängen, wie viele neue KI-Werkzeuge veröffentlicht werden.
Davon werden ohnehin ständig neue erscheinen.
Entscheidender wird:
Wie schnell Unternehmen sie bewerten können.
Wie gut Beschäftigte weitergebildet werden.
Wie verständlich Technologie vermittelt wird.
Wie Unternehmen voneinander lernen.
Wie Wissen zwischen Forschung, Mittelstand und Praxis fließt.
Und wie Regionen Menschen zusammenbringen, die gemeinsam Dinge umsetzen können.
Deutschland besitzt eine enorme industrielle und wissenschaftliche Basis.
Die Frage lautet nicht ausschließlich:
„Haben wir Technologie?“
Sondern zunehmend:
„Wie schnell bekommen wir das Wissen darüber in die Köpfe und anschließend in die Praxis?“
Einordnung von ROQ News
Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis dieser Innovationstour.
Bei KAPP NILES sieht man:
Digitalisierung im Maschinenbau.
Bei UNIMATIC:
Automatisierung in der realen Produktion.
Bei SAGASSER:
Digitalisierung von Handel und Logistik.
Bei HUK-COBURG:
Digitalisierung eines datengetriebenen Dienstleistungsunternehmens.
Vier Unternehmen.
Vier Branchen.
Vier völlig unterschiedliche Wege.
Und trotzdem verbindet sie dasselbe Thema:
Wissen.
Denn Technologie allein verändert keine Wirtschaft.
Menschen tun es.
Menschen, die verstehen:
was eine Technologie kann.
Menschen, die erkennen:
wo sie sinnvoll ist.
Menschen, die lernen:
wie sie eingesetzt wird.
Und Menschen, die irgendwann sagen:
„Da könnten wir doch etwas noch besser machen.“
Genau deshalb wollen wir auch Cast Royal so aufbauen.
Nicht als Plattform, die Zukunft nur beschreibt, sondern als Ort, an dem Menschen sie:
verstehen, lernen, diskutieren, vernetzen und irgendwann selbst gestalten können.
ROQ News berichtet über die Veränderung.
ROQ Innovation erklärt die Mechanismen dahinter.
Unsere Lernangebote vertiefen Wissen.
Unsere Tools sollen bei der Umsetzung helfen und unsere Community soll Menschen miteinander verbinden.
Denn vielleicht ist die wichtigste Technologie der Zukunft gar kein einzelner Algorithmus.
Vielleicht ist es unsere Fähigkeit,
Wissen schneller von einem Menschen zum nächsten zu bringen.
Und deshalb bleibt nach diesem Tag für uns vor allem ein Satz:
„Die Technologie ist längst da. Die größere Herausforderung ist, Wissen so zu vermitteln, dass Menschen sie verstehen, akzeptieren und produktiv einsetzen können.“
Michael Langner
Gründer & CEO von Cast RoyalQuellen
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Nachhaltigkeit in der HUK-COBURG – HUK CoburgFachmedium
KI-Transparenz
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