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Digitalisierung ROQ Analyse

Wir wollen deutsche Tech-Champions… kaufen aber weiter bei den anderen

Bestätigte Informationen

Was ist passiert?

Die Diskussion um digitale Abhängigkeit wird in Deutschland inzwischen immer größer.

Eine Bitkom-Befragung aus dem Frühjahr 2026 zeigt:

93 Prozent der Menschen in Deutschland sehen das Land bei digitalen Technologien als abhängig von anderen Staaten.

99 Prozent halten es für wichtig, diese Abhängigkeit zu reduzieren und 79 Prozent sprechen sich dafür aus, stärker in digitale Schlüsseltechnologien zu investieren.

Auf Unternehmensseite sieht es ähnlich aus.

85 Prozent der Unternehmen halten Deutschland inzwischen für zu abhängig von amerikanischen Cloud-Anbietern.

80 Prozent wünschen sich große Cloudanbieter aus Deutschland oder Europa.

Und jetzt kommt die entscheidende Zahl:

91 Prozent würden einen deutschen Cloudanbieter bevorzugen.

Tatsächlich nutzen aber lediglich 53 Prozent deutsche Anbieter.

US-Anbieter werden dagegen von 71 Prozent genutzt... obwohl sie nur acht Prozent bevorzugen würden.

Das ist ein gewaltiger Unterschied zwischen:

Wunsch und Verhalten.

Natürlich gibt es dafür einen Grund

43 Prozent der Unternehmen sagen gleichzeitig:

Für ihre Anforderungen existiere derzeit keine gleichwertige europäische Alternative zu den amerikanischen Hyperscalern.

Das darf man nicht wegdiskutieren.

Wenn AWS eine Funktion besitzt, die ein deutscher Anbieter nicht anbieten kann, kann ein Unternehmen nicht allein aus Patriotismus seine IT-Architektur verschlechtern.

Digitale Souveränität funktioniert nicht nach dem Motto:

„Kauft deutsch... egal wie gut.“

Das wäre Unsinn, aber genauso problematisch ist das andere Extrem:

„Wir prüfen deutsche Lösungen gar nicht erst, weil wir sowieso immer Microsoft oder AWS genommen haben.“

Genau dort muss sich etwas verändern.

Denn inzwischen existieren echte Alternativen

Wir haben zuletzt bereits über deutsche Cloudanbieter gesprochen.

IONOS entwickelt und betreibt Cloud-Infrastruktur in Deutschland und baut seine Angebote für Wirtschaft und öffentliche Verwaltung weiter aus.

Im September 2026 kündigte IONOS gemeinsam mit dem deutschen Softwareunternehmen mgm technology partners beispielsweise eine souveräne Plattform für Verwaltungsanwendungen an. Erste produktive Anwendungen sollen Ende 2026 starten.

STACKIT, die Cloud der Schwarz Gruppe, betreibt bereits mehr als 1.000 IT-Services für Unternehmen der Gruppe wie Lidl, Kaufland und PreZero.

Seit 2026 ist sogar RISE with SAP auf STACKIT verfügbar... zu denselben Preisstrukturen wie bei den zertifizierten amerikanischen Hyperscalern.

Und die Deutsche Telekom baut mit der T Cloud Public ebenfalls eine europäisch kontrollierte Cloudplattform aus, die inzwischen über Rahmenverträge für Bund, Länder und Kommunen verfügbar ist.

Wir reden also nicht mehr darüber:

„Vielleicht gibt es irgendwann einmal deutsche Cloudtechnologie.“

Sie existiert.

Die Frage lautet:

Nutzen wir sie?

Und bei Software beginnt gerade dasselbe

Besonders spannend ist openDesk.

Dabei handelt es sich um eine offene Office- und Kollaborationsplattform für die öffentliche Verwaltung.

Enthalten sind unter anderem:

Dateiverwaltung, Textbearbeitung, eMail, Kalender, Chat, Videokonferenzen, Projektmanagement, Wissensmanagement.

Die Plattform kombiniert verschiedene Open-Source-Komponenten und setzt auf offene Standards und Schnittstellen.

Mittlerweile sind laut Zentrum für Digitale Souveränität bereits rund:

100.000 Arbeitsplätze auf openDesk migriert worden.

In nahezu allen Bundesländern laufen Tests oder Pilotprojekte.

Ab Januar 2027 soll openDesk zudem flächendeckend als SaaS-Lösung über den Marktplatz Deutschland Digital verfügbar werden... zunächst mit STACKIT als Cloudanbieter.

Das ist wichtig, denn daraus kann langsam ein echtes:

Ökosystem

entstehen.

Nextcloud ist ein weiteres Beispiel

Nextcloud stammt aus Deutschland und hat sich international als Plattform für:

Dateien, Zusammenarbeit, Kommunikation, Office und selbst betriebene Cloudumgebungen etabliert.

2026 hat das Unternehmen seine Office-Lösung sogar als Desktop-Anwendung weiterentwickelt und positioniert sie ausdrücklich als europäische Alternative zu klassischen proprietären Officeplattformen.

Auch hier gilt:

Nextcloud muss Microsoft nicht morgen vollständig ersetzen.

Darum geht es gar nicht.

Die entscheidende Frage lautet:

Wo kann es das heute bereits?

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ROQ Einordnung – Warum ist diese Nachricht wichtig?

Umsatz ist keine Naturgewalt

Manchmal diskutieren wir über amerikanische Technologiekonzerne, als würden deren Umsätze einfach irgendwo entstehen.

Das tun sie nicht.

Sie entstehen:

weil Unternehmen ihre Produkte kaufen, weil Behörden sie nutzen, weil Verbraucher Abos bezahlen, weil Entwickler ihre Plattformen verwenden, weil Start-ups ihre Systeme darauf aufbauen.

Ein Milliardenkonzern besitzt Millionen Kunden.

Das klingt banal, aber genau deshalb ist der Satz:

„Warum machen amerikanische Firmen so viel Umsatz?“

ohne die zweite Frage unvollständig:

„Bei wem geben wir unser eigenes Geld aus?“

Wir können nicht Skalierung fordern und Nutzung verweigern

Ein deutsches Technologieunternehmen soll:

innovativ sein, weltweit expandieren, mehr Entwickler beschäftigen, mehr Rechenzentren bauen, mehr Funktionen entwickeln, günstiger werden, besseren Support bieten.

Aber all diese Dinge kosten Geld.

Woher kommt dieses Geld?

Von Kunden.

Wenn deutsche Unternehmen bei jeder Ausschreibung automatisch zum etablierten internationalen Anbieter greifen, bekommt die kleinere Alternative:

weniger Kunden, weniger Daten über reale Nutzung, weniger Feedback, weniger Umsatz, weniger Kapital für Entwicklung, weniger Referenzen.

Dann schauen wir fünf Jahre später auf den amerikanischen Marktführer und sagen:

„Der ist jetzt viel größer.“

Natürlich.

Wir haben ihn mit großgemacht.

Das bedeutet nicht Protektionismus

Das muss klar sein.

Niemand sollte gezwungen werden, ein schlechtes Produkt zu kaufen, nur weil es aus Deutschland stammt.

Das wäre der sichere Weg in technologische Mittelmäßigkeit.

Ein deutscher Anbieter muss sich messen lassen an:

Preis, Funktionen, Sicherheit, Bedienung, Performance, Support, Zuverlässigkeit.

Aber wenn zwei Lösungen eine Aufgabe ausreichend gut erfüllen, dann darf ein zusätzliches Kriterium lauten:

Wo bleibt die Wertschöpfung?

Wer entwickelt die Technologie?

Wo entsteht Know-how?

Wie abhängig werde ich?

Kann ich später wechseln?

Welchem Rechtsraum unterliegt mein Anbieter?

Das sind legitime wirtschaftliche Kriterien.

Kaufen ist ebenfalls Innovationspolitik

Deutschland diskutiert häufig darüber, wie Innovation gefördert werden soll.

Förderprogramme, Start-up-Fonds, Forschungsgelder, Zuschüsse.

Das alles kann sinnvoll sein, aber vielleicht gibt es noch eine viel einfachere Form der Innovationsförderung:

Kunde sein.

Ein Unternehmen benötigt eine Cloud? Dann prüft es auch:

IONOS, STACKIT, T Cloud.

Eine Verwaltung benötigt Zusammenarbeit? Dann testet sie:

openDesk.

Ein Unternehmen sucht sichere Dateikollaboration? Dann schaut es auch auf:

Nextcloud.

Nicht automatisch kaufen, aber:

ernsthaft prüfen.

Das allein wäre bereits ein kultureller Unterschied.

Denn Produkte werden durch Nutzung besser

Kein Produkt beginnt perfekt.

Auch AWS war 2006 nicht das heutige AWS.

Microsoft Azure war nicht vom ersten Tag an das heutige Azure.

Software entwickelt sich durch:

Kunden, Probleme, Fehler, Feedback, neue Anforderungen.

Wenn wir von deutschen Technologieunternehmen erwarten:

„Kommt wieder, wenn ihr genauso viele Funktionen wie AWS habt“

entsteht ein absurdes Problem, denn genau die Kunden, die für diese Entwicklung notwendig wären, bleiben bis dahin beim Marktführer.

Das Henne-Ei-Problem der Digitalisierung.

Auswirkungen auf Unternehmen, Arbeitnehmer und Kommunen

Für Unternehmen: Digitale Souveränität beginnt beim Einkauf

Ein Unternehmen muss nicht morgen sämtliche Software austauschen, aber bei jeder neuen Investition kann es fragen:

Gibt es eine deutsche Alternative?

Gibt es eine europäische?

Welche Abhängigkeit entsteht?

Kann ich Daten exportieren?

Kann ich später wechseln?

Unterstützt die Lösung offene Standards?

Muss wirklich alles beim selben Hyperscaler liegen?

Das ist keine Ideologie, dass ist:

Risikomanagement.

Bitkom zeigt inzwischen, dass Unternehmen bereits reagieren.

44 Prozent der Betriebe, die digitale Technologien aus dem Ausland beziehen, setzen verstärkt auf Anbieter aus Deutschland und Europa.

40 Prozent bereiten sich darauf vor, wichtige Anbieter oder Systeme im Notfall austauschen zu können.

32 Prozent bauen eigenes technisches Know-how auf.

13 Prozent setzen verstärkt auf offene Standards.

Das ist die richtige Richtung.

Für Arbeitnehmer: Wir müssen deutsche Anwendungen auch kennenlernen

Auch Nutzer beeinflussen Märkte, wenn ein Unternehmen eine neue Software einführt und sofort kommt:

„Warum nehmen wir nicht einfach wieder Microsoft?“

dann wird Veränderung schwierig.

Manchmal ist das berechtigt, aber manchmal ist es aber einfach: Gewohnheit.

Neue Software bedeutet: lernen, umdenken, kurzzeitig unbequemer werden.

Digitale Souveränität ist deshalb nicht nur eine Entscheidung des Geschäftsführers oder der IT-Abteilung.

Sie verlangt teilweise auch:

Lernbereitschaft der Nutzer.

Für Kommunen: Öffentliche Aufträge können einen Markt schaffen

Gerade öffentliche Verwaltung besitzt eine enorme Marktmacht, deshalb ist die Entwicklung rund um openDesk so interessant.

Rund 100.000 Arbeitsplätze wurden bereits migriert.

Für Länder und Kommunen entsteht inzwischen ein einfacher Beschaffungsweg.

STACKIT übernimmt zunächst die Cloudinfrastruktur.

Später sollen weitere Betreiber möglich werden.

Genau so kann digitale Souveränität funktionieren:

Nicht:

„Microsoft verbieten.“

Sondern:

Eine reale Alternative aufbauen und tatsächlich benutzen.

Neutrale Einordnung

Chancen & Risiken

Potenziale und mögliche Zielkonflikte werden bewusst nebeneinandergestellt.

Chancen

Deutschland besitzt viel mehr digitale Substanz, als wir manchmal glauben

Wenn wir nur auf:

Google, Amazon, Microsoft, Meta, OpenAI.

schauen, entsteht schnell der Eindruck:

Deutschland könne technologisch nichts mehr.

Das stimmt nicht, denn Deutschland besitzt:

SAP, IONOS, STACKIT, T-Systems, Nextcloud, TeamViewer, Celonis, zahlreiche Cybersecurity-Unternehmen, Industriesoftware, Automatisierung, Rechenzentren, DE-CIX, Open-Source-Projekte und eine starke industrielle Kundenbasis.

Das Problem lautet nicht:

Wir haben nichts.

Die entscheidendere Frage lautet:

Was skalieren wir davon?

Die zweite Chance... Deutschland muss nicht alles alleine bauen

Auch das gehört zu digitaler Souveränität.

Eine deutsche Anwendung kann:

Open Source verwenden, internationale Hardware nutzen, mit amerikanischen Produkten interoperabel sein, globale Standards unterstützen.

Souveränität bedeutet nicht:

Deutschland programmiert jede Zeile Code selbst.

Sondern:

Wir bleiben handlungsfähig.

Genau deshalb setzt selbst der Bund bei seiner Strategie zunehmend auf:

offene Standards, interoperable Cloudinfrastruktur, Open Source, Wechselmöglichkeiten zwischen Systemen.

Das ist technologisch wesentlich sinnvoller als digitale Abschottung.

Die dritte Chance... der Binnenmarkt kann zum Skalierungsmarkt werden

Deutschland besitzt mehr als 80 Millionen Einwohner.

Europa mehr als 400 Millionen.

Das ist kein kleiner Markt, denn wenn europäische Unternehmen beginnen, europäische Technologie stärker gemeinsam einzusetzen, entsteht:

Nachfrage, Skalierung, Kapital, Referenzen, Entwicklerinteresse.

Vielleicht benötigt Europa deshalb nicht zuerst:

den nächsten AWS-Klon.

Vielleicht braucht es zunächst:

genügend Kunden für die Plattformen, die bereits entstehen.

Risiken

„Kauft deutsch“ darf kein Qualitätsargument ersetzen

Das größte Risiko wäre, digitale Souveränität falsch zu verstehen.

Wenn ein deutsches Produkt:

unsicher, unzuverlässig, überteuert, oder funktional ungeeignet ist, muss es besser werden.

Herkunft ersetzt keine Qualität.

Gerade deshalb ist die Bitkom-Zahl interessant:

43 Prozent der Unternehmen sehen für ihre Anforderungen aktuell noch keine gleichwertige europäische Alternative zu amerikanischen Hyperscalern.

Das ist ein Auftrag an europäische Anbieter.

Nicht eine Ausrede.

Die Lücke muss kleiner werden.

Das zweite Risiko... wir wechseln nur das Logo

Auch eine deutsche Firma kann komplett abhängig sein von:

einem amerikanischen Hyperscaler, einer ausländischen Softwareplattform, proprietären Standards.

Deshalb reicht:

Firmensitz Deutschland

nicht.

Wir müssen genauer schauen:

Wer kontrolliert die Plattform?

Wo liegen Daten?

Wie portabel ist die Anwendung?

Welche Komponenten werden genutzt?

Wer besitzt die Schlüssel?

Kann die Software auch anderswo betrieben werden?

Digitale Souveränität ist:

Architektur.

Nicht Marketing.

Das dritte Risiko... jeder baut seine eigene Insel

Deutschland und Europa dürfen nicht 50 kleine Lösungen entwickeln, die anschließend nicht miteinander funktionieren.

Dann gewinnt am Ende wieder der internationale Anbieter mit dem größten Ökosystem.

Darum sind:

offene Schnittstellen, Standards, Open Source, Interoperabilität so entscheidend.

Der Wettbewerb sollte heißen:

Wer bietet auf gemeinsamen Standards die beste Lösung?

Nicht:

Wer sperrt seine Kunden am effektivsten ein?

Perspektivenwechsel

Wir müssen aufhören, nur über die Gewinner zu meckern

Amazon ist nicht groß geworden, weil Deutschland Amazon erlaubt hat, groß zu sein.

Amazon hat:

investiert, gebaut, Risiko übernommen, Produkte entwickelt, Kunden gewonnen.

Microsoft ebenfalls, Google ebenfalls und das verdient zunächst Anerkennung.

Die falsche Reaktion lautet:

„Die bösen Amerikaner machen den ganzen Umsatz.“

Die bessere Frage lautet:

„Warum bauen und kaufen wir nicht mehr eigene Alternativen?“

Denn Wirtschaft ist kein Fußballspiel.

Es reicht nicht, der anderen Mannschaft zuzusehen und anschließend zu erklären:

Die haben schon wieder gewonnen.

Man muss selbst:

spielen.

Was wir wissen

93 Prozent der Menschen in Deutschland sehen eine Abhängigkeit bei digitalen Technologien, 99 Prozent halten größere Unabhängigkeit für wichtig.

85 Prozent der Unternehmen halten Deutschland für zu abhängig von US-Cloudanbietern. 91 Prozent würden deutsche Anbieter bevorzugen, tatsächlich nutzen sie aber nur 53 Prozent.

Gleichzeitig sehen 43 Prozent der Unternehmen für bestimmte Anforderungen bislang keine gleichwertige europäische Alternative zu den US-Hyperscalern.

Mit IONOS, STACKIT und T Cloud existieren deutsche beziehungsweise europäisch kontrollierte Cloudangebote, die aktuell ausgebaut werden.

openDesk wird bereits auf rund 100.000 Arbeitsplätzen eingesetzt beziehungsweise ausgerollt und soll ab Januar 2027 leichter von Ländern und Kommunen bezogen werden können.

Was noch unklar ist

Niemand kann seriös behaupten:

Deutschland könne bereits sämtliche amerikanische Technologie ersetzen.

Kann es nicht und vermutlich wäre das nicht einmal sinnvoll.

Auch lässt sich nicht sagen:

Jeder Euro bei einem deutschen Anbieter bleibe vollständig in Deutschland.

Technologie besitzt globale Lieferketten.

Aber zwischen:

„Wir können nicht alles selbst“

und

„Dann müssen wir gar nichts selbst aufbauen“

liegt ein gewaltiger Unterschied.

Was als Nächstes wichtig wird

Bei neuen digitalen Projekten sollte deshalb häufiger gefragt werden:

Gibt es eine deutsche oder europäische Alternative?

Reicht ihre Leistung für unseren konkreten Anwendungsfall?

Wie hoch sind tatsächliche Wechselkosten?

Welche Daten sind besonders kritisch?

Welche Systeme müssen global skalieren?

Wo reicht europäische Infrastruktur vollkommen aus?

Können wir mehrere Anbieter nutzen?

Nutzen wir offene Standards?

Und:

Sind wir bereit, einem kleineren Anbieter überhaupt die Chance zu geben, durch unseren Auftrag besser zu werden?

Genau dort beginnt Markt.

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Einordnung von ROQ News

Deutschland möchte:

digitale Souveränität, große Technologieunternehmen, mehr Start-ups, mehr Innovation, weniger Abhängigkeit.

Das ist verständlich, aber wir müssen dann ebenfalls verstehen:

Große Unternehmen entstehen durch große Märkte.

Und Märkte bestehen aus:

Kunden.

Wenn wir jedes Mal sagen:

„Das deutsche Unternehmen ist noch nicht so groß wie Amazon“

und deshalb wieder Amazon wählen, dann wird sich daran auch nichts ändern.

Die Antwort lautet nicht:

ausländische Technologie ablehnen.

Sie lautet:

eigene Technologie ernst nehmen.

Ausprobieren, Vergleichen, Einsetzen, wenn sie passt, Feedback geben, Aufträge vergeben und damit Wachstum ermöglichen.

Vielleicht ist genau das der Perspektivwechsel, den Deutschland benötigt:

Nicht jeden Tag darüber beschweren, dass andere Länder:

Cloud, KI, Software, Plattformen und Milliardenumsätze besitzen.

Sondern anfangen zu fragen:

Welche unserer eigenen Anwendungen können wir heute schon benutzen?

Denn wirtschaftliche Souveränität entsteht nicht allein durch Förderprogramme.

Sie entsteht an einem viel unspektakuläreren Ort:

bei der Kaufentscheidung.

Autor

Michael Langner

Gründer & CEO von Cast Royal
Verantwortliche Redaktion

Michael Langner

Gründer & CEO von Cast Royal

Quellen

  1. Fachmedium · veröffentlicht 09.04.2026 · abgerufen 24.10.2026
  2. Fachmedium · veröffentlicht 17.06.2026 · abgerufen 24.10.2026
  3. Unternehmen · veröffentlicht 08.09.2026 · abgerufen 24.10.2026
  4. Unternehmen · veröffentlicht 08.09.2026 · abgerufen 24.10.2026
  5. Unternehmen · veröffentlicht 18.05.2026 · abgerufen 24.10.2026
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Redaktionell geprüft Stand: 25.10.2026
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